In vielen Teilen Deutschlands sind derzeit Herbstferien, zudem stehen in vielen Bundesländern in der kommenden Woche gleich zwei Feiertage vor der Tür. Und wer nicht in den Urlaub fährt oder fliegt, hat sicher Lust, mit ein paar Tagesausflügen den tristen Alltag hinter sich zu lassen. Warum auf der Suche nach passenden Zielen nicht auch einmal einen Blick über die Grenze in die Niederlande wagen? Hier ist für jeden etwas dabei – ganz egal, ob jung oder alt, ob bei Sonnenschein oder Regenwetter.

 

In der Saunalandschaft Veluwse Bron ist Entspannung Trumpf. Foto: Veluwse Bron

Veluwse Bron

Endlich Zeit für mich

Wer sich selbst und seinem Körper etwas Gutes tun will, ist in der Veluwse Bron, einem Wellnessparadies gelegen in der Veluwe zwischen Zwolle und Apeldoorn, genau richtig. In einer der zahlreichen unterschiedlichen Saunen oder während eines exotischen Wellness-Rituals kann man hier bei schlechtem Wetter die Seele baumeln und den Alltag einmal ganz hinter sich lassen.

Weitläufigstes Wellnessresort der Niederlande

In der Veluwse Bron mit ihren insgesamt 23 Saunen im Innen- und Außenbereich, ihren Whirlpools, Kalt- und Kräuterbädern und dem großen Restaurantbereich bleiben für den Genießer wirklich keine Wünsche offen. Während die Salzsteinsauna mit der beruhigenden Wirkung schimmernden Minerals zu beruhigen weiß, bietet eine andere Sauna einen atemberaubenden Blick über Flora und Fauna des angrenzenden Sees. Nach dem Saunagang sorgt dann die Gletschergrotte mit -8°C für eine willkommene Abkühlung. Weniger Hartgesottene erfrischen sich stattdessen unter den sanften Nebelduschen im Kurgarten.

Eine Reise für die Sinne

Als besonderes Highlight des persönlichen Wellness-Tages kann man sich schließlich während einer von vier verschiedenen Anwendungen in das traditionelle Ceylon, Bhutan, Japan oder Salar de Uyuni in Bolivien entführen lassen. Jede dieser Behandlungen bietet ein Verwöhnprogramm, bestehend aus einer Massage und einem Reinigungsritual, bei dem traditionelle Produkte und Techniken aus dem jeweiligen Ursprungsland zum Einsatz kommen. Aber auch, wer es lieber klassisch mag, kommt bei der Wahl einer Ayurvedamassage oder einer Gesichtsbehandlung voll auf seine Kosten.

Das Wellnessresort bietet mehrere Arrangements mit Kombinationen aus unterschiedlichen Anwendungen und kulinarischen Angeboten an. Für weitere Informationen kann die Website besucht werden.

 

Das Continium Discovery Center heißt kleine und große Entdecker willkommen. Foto: Continium Discovery Center

Continium Discovery Center

Mitmachen, Mitdenken, Mitstaunen

Wem im Herbst die Laune nach Museum steht, aber gleichzeitig auch die eigenen Kids begeistern und unterhalten möchte, sollte unbedingt dem Continium Discovery Center in Kerkrade einen Besuch abstatten. Denn wie der Name schon erahnen lässt, sind hier anfassen und mitmachen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Große wie kleine Entdecker lernen hier spielerisch im Rahmen verschiedener interaktiver Ausstellungen und Angebote die Welt von Wissenschaft und Technik kennen.

Auf den Spuren der Wissenschaft

In den verschiedenen Bereichen des Continiums, wie dem Science Lab, können Besucher sich selbst als Forscher versuchen, indem sie ihr eigenes technisches Gerät oder chemisches Produkt herstellen, das hinterher als Andenken mit nach Hause genommen werden darf. Im Tinkerlab wird es noch abenteuerlicher, wenn es darum geht, in einem spektakulären Rennen mit Sonnenenergie anzutreten oder eine Rakete in die Luft zu schießen. Und wer sich doch einmal zurücklehnen möchte, kann in einer 360-Grad-Projektion durch die Geschichte unserer Erde fliegen.

Sonderausstellung „Welt der Steine“

Wer die diesjährige Sonderausstellung „Welt der Steine“ nicht verpassen möchte, hat noch bis zum 3. Dezember Zeit, das Continium zu besuchen. Hier wartet eine ganze Stadt aus überdimensionalen Legosteinen darauf, erkundet zu werden. Dabei kann so mancher zum Star in seinem persönlichen Stop Motion-Film werden, in der Autowerkstatt ein eigenes Auto bauen, ein Mosaik-Portrait entwerfen und noch vieles mehr.

Auch als Ausflugsziel für Kindergeburtstage und Klassenfahrten ist Continium bestens geeignet. Der Website können alle wichtigen Infos dazu entnommen werden.

 

In der Apenheul fühlen sich die Besucher beinah wie auf einer echten Expedition durch den Dschungel. Foto: Apenheul

Apenheul

Auf Expedition

Wer Apenheul als Zoo bezeichnet, tut dem „Affenhügel“ eigentlich Unrecht. Denn erstens handelt es sich um einen Park, der ganz ohne Gitter und klassische Gehege auskommt und zweitens macht Apenheul mit seinen über 30 Affenarten seinem Namen alle Ehre. Dank dem weitläufigen Terrain, auf dem der Park angelegt ist, und der artgerechten Haltung der Tiere fühlt sich der aufmerksame Besucher beinah wie auf einer echten Expedition durch den Dschungel. Plötzlich raschelt es im Geäst direkt über dem Kopf und ein Maki schwingt sich von Baum zu Baum, im nächsten Moment sitzt ein Totenkopfäffchen in einem Strauch direkt vor der eigenen Nase. So bewegen sich viele der kleineren Affenarten völlig frei im Park und können aus nächster Nähe bewundert und fotografiert werden. Aber auch Menschenaffen sind in Apenheul zuhause. Auf eigens für sie angelegten, ausladenden Inseln leben Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen fast wie in freier Wildbahn.

Alles für die Affen

Wie wohl sich die Tiere in Apenheul fühlen, zeigt vor allem der zahlreiche Nachwuchs, der hier das ganze Jahr über zur Welt kommt. So erblickte erst am 1. Oktober ein Rotkopfmangabe-Baby das Licht der Welt. Damit es den Tieren auch weiterhin rundum gut geht und sich die Besucher immer wieder aufs Neue an den jungen Äffchen erfreuen können, ist es allerdings wichtig, dass diese die Affen weder streicheln noch füttern. Da die kleinen Kerlchen aber mitunter sehr neugierig sind und sich auch für den Inhalt offener Taschen interessieren, können im Park spezielle, affensichere Taschen geliehen werden.

Ohne Forschung geht gar nichts

Da das oberste Ziel Apenheuls das Wohl der Affen und damit verbunden auch der Naturschutz ist, spielt auch Forschung eine wichtige Rolle. Ein eigener Naturschutzfonds macht neben der Unterstützung weltweiter Projekte auch die Durchführung eigener Forschungsinitiativen möglich. So widmet sich beispielsweise das Gelbschwanzwollaffen-Projekt dem Schutz des Regenwaldes in Peru und damit auch dem Erhalt dieser Spezies. Ein weiteres Projekt engagiert sich für die vom Aussterben bedrohten Blauaugenmakis in Madagaskar.

Passend zu den Herbstferien kann Apenheul dieses Jahr noch bis zum 5. November besucht werden. Öffnungszeiten und weitere Informationen können der Website entnommen werden.

 

Den zweiten Teil unserer Ausflugsziele präsentieren wir Ihnen am Montag, 30. Oktober.