Die deutschen Unternehmen im Ausland blicken äußerst optimistisch in die Zukunft. Das zeigt der „AHK World Business Outlook 2015“, eine Umfrage unter den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), Delegationen und Repräsentanzen, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Im Rahmen der hochkarätig besetzten Konferenz „Wohin steuert die Weltwirtschaft? Konsequenzen für deutsche Exporteure“ präsentierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die neue Erhebung, die künftig ein- bis zweimal jährlich durchgeführt werden soll.

Sie beruht auf den Rückmeldungen von rund 3.000 Unternehmen, die entweder Mitglieder einer AHK oder über eine bilaterale Wirtschaftsorganisation mit einer Delegation beziehungsweise Repräsentanz vernetzt sind.

Aktuell rechnen 53 Prozent dieser Betriebe damit, dass ihre Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten anziehen werden. 41 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, nur 6 Prozent erwarten einen Rückgang. Diese Zuversicht zieht sich nahezu durch alle Weltregionen.

Als bemerkenswert stellte Volker Treier das Comeback der Eurozone heraus: „Nach den Rückschlägen der letzten Jahre sind die deutschen Unternehmen hier ähnlich erwartungsvoll wie im Durchschnitt weltweit.“ Besonders erfreulich sei die Entwicklung in Spanien, wo sogar 54 Prozent der Befragten bessere Geschäfte und nur 1 Prozent Einbußen erwarteten.

Über die konjunkturellen Aussichten ihrer Auslandsstandorte äußerten sich die Betriebe in der Umfrage etwas weniger überschwänglich als über die eigenen Perspektiven – 32 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 18 Prozent mit einer Verschlechterung. „Der Saldo von plus 14 Punkten deutet gleichwohl auf ein Anziehen der Weltwirtschaft hin“, betonte Treier. „Vor allem der wieder erstarkte Euroraum verleiht der Weltwirtschaft Schwung.“

Der DIHK erwartet deshalb einen Anstieg des Welt-Bruttoinlandsproduktes um 3,6 Prozent im laufenden und um sogar 3,8 Prozent im kommenden Jahr.