Ein eigenes Tochterunternehmen in den Niederlanden ist für viele deutsche Unternehmer attraktiv, um auf dem Nachbarmarkt sichtbar und erfolgreich zu sein. Oft heißt es jedoch, dass die Deutschen in dieser Hinsicht nicht so mutig wie ihre niederländischen Kollegen sind, die den deutschen Markt interessant finden. Dass das nicht stimmt, weiß Cees Doppenberg, notarieller Jurist und einer der Namensgeber der Kanzlei Van Weeghel Doppenberg Kamps Notare | Juristen | Berater, zu berichten.

Cees Doppenberg

„Deutsche Unternehmer sind in den Niederlanden aktiver, als es bisher angenommen wurde“, erklärt er. Die Zahlen belegen seine Aussage: Derzeit bestehen insgesamt fast 3.400 deutsche Tochterunternehmen mit Sitz in den Niederlanden – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2009, als diese Zahl noch bei 2.350 lag.

Besonders gefragt sind dabei die Standorte Amsterdam und Rotterdam, in denen unter anderem Adidas, Allianz, Schenker, Falke und WMF ihre Niederlande- oder Benelux-Zentralen haben. Zudem sind rund 110 deutsche Unternehmen in Grenznähe tätig – etwa in der Provinz Gelderland.

Viele Vorteile für deutsche Unternehmer

Doppenberg erläutert, warum die Niederlande für deutsche Unternehmen so interessant sind: „Vor allem die geographische Lage, die gesunde Finanzpolitik, die Infrastruktur, das Steuersystem und der Im- und Export zwischen beiden Ländern sind wichtige Punkte.“

Besonders Immobilieninvestoren finden sich auf dem niederländischen Markt zurecht, so Doppenberg: „Der niederländische Immobilienmarkt erlebt seit drei Jahren eine Art Renaissance, das hat deutschen Investoren neue Möglichkeiten eröffnet. Derzeit sind sie für etwa 40 Prozent der Transaktionen auf dem niederländischen Büroimmobilienmarkt verantwortlich“.

Der Schritt in die Niederlande ist aus Sicht von Doppenberg auch für Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor sowie den Branchen Logistik und Transport, Energie, Fahrzeugindustrie, Chemie, Innovation, Design und Gesundheit erwägenswert.

Kostenloses Seminar zum Thema „Unternehmen in den Niederlanden“

Unternehmer, die mehr dazu erfahren möchten, sind zum Seminar „Unternehmen in den Niederlanden – was Sie wissen sollten“ eingeladen, das die Kanzlei Van Weeghel Doppenberg Kamps Notare | Juristen | Berater gemeinsam mit der Steuer- und Finanzkanzlei Stolwijk Keldermann veranstaltet. Am Mittwoch, 22. März, stehen in Kleve (Altes Landhaus, Joseph-Beuys-Allee 1) ab 19 Uhr die Themen Gründung Ihres Unternehmens in den Niederlanden, Haftbarkeit, Tarife für die Körperschaftssteuer, Innovationsbox, Gehaltssplit, das Ende der niederländischen Geschäftsstelle, das Verfahren der Gründung einer B.V. und wichtige Unterschiede zwischen der B.V. und einer GmbH im Mittelpunkt. Eine Anmeldung für das kostenlose Seminar kann über das Online-Anmeldeformular erfolgen.