Am Europatag öffneten die Stenden Hogeschool in Emmen und das Kompetenzzentrum 3N in Werlte auf Initiative der Partner im Projekt „Bio-Ökonomie im Non Food-Sektor“ und des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems ihre Türen.

Sehr interessiert beteiligten sich rund 90 deutsche und niederländische Schüler am Montagvormittag in Werlte an der bundesweiten Aktion „Europa in meiner Region“. An diversen Stationen wurden die 14- bis 18-Jährigen von den Mitarbeitern des 3N Kompetenzzentrums im Kimacenter über natürliche Materialien in der Bio-Ökonomie und nachhaltige Energien informiert. Bevor die Schüler das Klimacenter erkundeten, stellten ihnen die EDR-Projektleiterinnen Anita Buijs und Karin Eden das grenzübergreifende Projekt „Bio-Ökonomie im Non Food-Sektor“ vor. Die niederländischen Gäste besichtigten außerdem die nahegelegene Biogasanlage. Lehrer und Schüler waren so begeistert von dem Informationsangebot in Werlte, dass sie künftig regelmäßig mit Schülergruppen das Klimacenter besuchen wollen.

Im Zuge der bundesweiten Aktion „Europa in meiner Region“ beteiligte sich  auf niederländischer Seite die Hogeschool Stenden in Emmen, die ebenfalls Partner im Bio-Ökonomie-Projekt ist. Aus Lingen, Werlte und Meppen waren rund 70 Schüler angereist. Sie wurden von niederländischen Studenten, die Deutsch lernen, betreut. In diversen Workshops konnten die jungen Leute im Kunststofflabor der Hochschule unter Anleitung arbeiten, erfuhren, wie eine Mikrospritzgussanlage funktioniert und gestalteten eine Schutzhülle für Handys am Computer. Mit einer solchen digitalen Vorlage werden beispielsweise 3-D-Drucker programmiert. An der Hochschule wird erforscht, wie sich die Eigenschaften natürlicher Fasern, beispielsweise aus Paprikastängeln, für Mikrospritzguss- und 3-D-Druckverfahren verbessern lassen, um sie für viele Produkte verwenden zu können, die derzeit aus erdölbasiertem Kunststoff hergestellt werden.

Die Aktionen am Europatag wurden von den Partnern im Projekt „Bio-Ökonomie im Non Food-Sektor“ gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems durchgeführt. In Emmen informierte der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), aus dem das INTERREG-Programm Zuschüsse erhält. Das Projekt „Bioökonomie im Non-Food-Sektor“ ist eine deutsch-niederländische Kooperation und wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland mit EFRE-Mitteln sowie durch nationale Kofinanzierung aus Deutschland und den Niederlanden gefördert.