Die euregio rhein-maas-nord (rmn) bietet einen neuen Service für Grenzpendler an: einen Grenzinfopunkt im Euregiohaus in Mönchengladbach. Berufspendler und Firmen können sich dort umfassend zu den Bereichen Arbeit und Wohnen informieren. „Das ist ein guter Service für die Bürger im Kreis Viersen und der Region, um den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu stärken“, sagt Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen und Vorstandsmitglied der euregio rmn.

Für Antoin Scholten, Vorsitzender der euregio rnm und Bürgermeister der niederländischen Stadt Venlo, ist die neu eingerichtete Informationsstelle „ein Meilenstein“. Das Angebot richtet sich an Arbeitnehmer, die bereits im Nachbarland arbeiten, eine Stelle in Aussicht haben oder auf Jobsuche sind. Sie können sich ab sofort am Konrad-Zuse-Ring 6 in Mönchengladbach über Themen wie Rente, Steuern, Krankenkassen, aber auch Mobilität, Kultur und Wohnungssuche informieren. Auch Arbeitgeber können den Service in Anspruch nehmen. Für sie ist beispielsweise interessant, welche rechtlichen Hürden zu überwinden sind, um Grenzpendler einzustellen. Zudem ist die Online-Jobbörse www.euregio-jobroboter.nl an den Grenzinfopunkt geknüpft.

„Viele der Informationen finden Interessierte auch online“, sagt Landrat Dr. Coenen. „Aber für eine individuelle Beratung ist ein persönliches Gespräch unerlässlich.“ Wie groß das Interesse ist, zeigt die Nachfrage an der wöchentlichen Information in Venlo. Das neue Angebot in Mönchengladbach kommt nun ergänzend hinzu.

Finanziert wird der Grenzinfopunkt zunächst für vier Jahre von der euregio, dem Land NRW, der Provinz Limburg sowie aus Interreg-Mitteln. Getragen wird die Einrichtung von einem Netzwerk aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dies- und jenseits der Grenze. Sie alle trafen sich nun im Mönchengladbacher Borussia-Park zum offiziellen „kick off“ für den Grenzinfopunkt. Dr. Coenen: „Studien belegen, dass der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt noch Potentiale für die Region bereit hält. Der Infopunkt ist ein wichtiger Baustein zur besseren Vernetzung.“