Die Niederlande haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Ab dem Jahr 2025 sollen keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Stattdessen setzt man in dem für seine Innovationsfreudigkeit bekannten Land in Zukunft auf Elektroautos, aber auch auf Wasserstoff- und Brennstoffzellenantriebe.  Damit sind die Niederlande Deutschland mindestens einen Schritt voraus – trotz der Tatsache, dass die Elektromobilität auch hier mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.

Die Initiative hat die Regierungspartei PvdA ergriffen, die mit ihrer Idee in den Niederlanden auf eine breite Zustimmung stößt. Wie das Onlineportal Mobilegeeks.de meldet, war bereits im vergangenen Jahr jedes zehnte zugelassene Auto ein Elektroauto (insgesamt 43.000). Zum Vergleich: In Deutschland seien 2014 gerade einmal 8.000 Elektroautos verkauft worden. Und auch im letzten Jahr habe der Anteil der zukunftsorientierten Fahrzeuge bei den Neuzulassungen weniger als einen Prozent ausgemacht.

Weniger optimistisch, das Ziel erreichen zu können, ab 2025 in den Niederlanden nur noch emissionsfreie Autos zuzulassen, sei die Partei VVD von Ministerpräsident Mark Rutte. Henk Kamp, Wirtschaftsminister und Parteikollege Ruttes, geht laut dem Portal eMobilitätOnline.de davon aus, dass der Anteil von emissionsfreien Autos in neun Jahren bei lediglich rund 15 Prozent liegen könnte.

Deutschland hinkt hinterher
Auch, wenn sich die Bundesregierung das Thema Elektromobilität nun größter auf die Fahnen geschrieben und sogar eine Kaufprämie von 4.000 Euro ausgelobt hat, hinkt Deutschland den Niederlanden und auch anderen Staaten wie Norwegen und Indien in dieser Thematik noch einige Jahre hinterher.

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Grafik: BMUB

Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Signal von Seiten des Bundes, die Elektromobilität zu subventionieren, wie es auch Umweltministerin Barbara Hendricks  formuliert: „Es geht nicht darum, der Autoindustrie einen Gefallen zu tun, sondern um Umwelt, Gesundheit und die Zukunft unseres Industriestandortes. Gerade der Verkehrssektor wird in den nächsten 15 Jahren sehr viel an Treibhausgasminderung beitragen müssen. Hier ist mehr aufzuholen als in vielen anderen Sektoren.“

 

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