Dr. Holger Achtermann ist Leiter der Rechtsabteilung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM DPI AG. Das Unternehmen aus Leer ist in diesem Jahr erneut Teil des Ostfriesland Pleins auf den Promotiedagen in Groningen. Im Interview mit AHA24x7.com verrät der Rechtsanwalt, warum der niederländische Markt für seine Kanzlei spannend ist, wo in seiner Branche die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden liegen und wie diese sich im Alltag auswirken.

 

AHA24x7.com: Mit Ihrer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft beraten Sie mittelständische Unternehmen. Auf welchen Branchen liegen Ihre Schwerpunkte?

Dr. Holger Achtermann: Unser Leistungsspektrum umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, dabei insbesondere Wirtschafts-, Unternehmens- sowie Steuerstrafrecht, Unternehmensberatung, Rechnungswesen und Personalabrechnung sowie Wirtschaftsmediation. Dabei sind unsere Dienstleistungen teilweise auch international ausgerichtet.

AHA24x7.com: Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

Dr. Holger Achtermann: RSM DPI ist eine mittelständisch geprägte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Niedersachsen. Im Einklang mit seinen Mandanten hat sich unser Unternehmen in den Service Lines Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Unternehmens- und Rechtsberatung nachhaltig entwickelt. Die Mandanten erhalten Beratung von branchenspezifischen Experten – aus einer Hand – auf allen Ebenen und höchstem Niveau.

Wir legen hohen Wert auf den persönlichen Kontakt zwischen den Mandanten und seinen Beratern. Für Sonderfragen binden wir Partner mit ein, die Experten auf dem jeweiligen Gebiet sind. Seit Jahrzehnten ist RSM DPI weltweit aufgestellt. Wir sind aktiver Teil nationaler und internationaler Kooperationen. Herausforderungen beantworten wir genau so, wie unsere Mandanten denken, handeln und arbeiten: Global reach – local understanding!

 

„Wir können ein Rundumpaket bieten“

 

AHA24x7.com: Sind Sie bereits geschäftlich mit den Niederlanden verbunden? 

Dr. Holger Achtermann: Als Teil eines weltweit tätigen Kooperationsverbundes unabhängiger Wirtschaftsprüfer sitzen wir zwar in Deutschland, haben unseren Blick aber immer auf die Niederlande gerichtet. Das liegt auch an der geographischen Nähe – von Leer aus ist es nur ein Katzensprung in die Niederlande, genauer gesagt die Provinz Groningen. Viele niederländische Unternehmen, vor allem aus dem Norden des Landes, kommen auf uns zu, wenn sie den Schritt auf den deutschen Markt wagen möchten. Unser Vorteil ist, dass wir ihnen ein Rundumpaket bieten können, das von der Beratung bei der Gründung eines Unternehmens über Steuer- und Rechtsberatung bis hin zu verschiedenen Aspekten der Wirtschaftsprüfung reicht.

AHA24x7.com: Nicht zuletzt durch Ihre Teilnahme an den Promotiedagen in Groningen unterstreichen Sie, dass Sie die Niederlande für Ihr Unternehmen als einen wichtigen Markt ansehen. Was macht ihn für Sie so interessant?

Dr. Holger Achtermann: Der niederländische Markt ist für uns interessant, weil es hier viele exportorientierte Unternehmen gibt. Zudem sind niederländischer Unternehmer oft mutiger, wenn es darum geht, etwas Neues zu wagen. Ein Vorteil ist es auch, dass die Niederländer im Allgemeinen sehr gut Deutsch sprechen, was in Deutschland sehr wertgeschätzt wird. Dadurch ist ein großes Hindernis, nämlich die Sprache, schon überwunden.

 

„Niederländer sind es nach unserer Erfahrung beispielsweise gewohnt, regelmäßig Besprechungen und Brainstormings abzuhalten.“

 

AHA24x7.com: Wo sehen Sie in Ihrer Branche die Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden?

Dr. Holger Achtermann: Unterschiede, die uns auffallen, sind gar nicht so sehr branchenspezifisch, sondern gelten vielmehr für alle Businessbereiche. Niederländer sind es nach unserer Erfahrung beispielsweise gewohnt, regelmäßig Besprechungen und Brainstormings abzuhalten.  Entsprechende Meetings sind in Deutschland tendenziell weniger gewünscht.

AHA24x7.com: Wie wirken sich die Unterschiede auf Ihr Unternehmen und Ihre Arbeitsprozesse aus?

Dr. Holger Achtermann: Wir können inhaltlich keine wesentlichen Unterschiede ausmachen, da wir unsere niederländischen Mandanten, und das ist ausdrücklich gewünscht, nach deutscher Rechts- und Gesetzeslage beraten.