Zwar geht es der niederländischen Wirtschaft derzeit sehr gut und auch die Zufriedenheit bei unseren Nachbarn ist hoch – und doch läuft nicht alles, wie es laufen sollte. Denn die Niederländer sind auf der Suche: Auf der Suche nach einer Regierung. Nach dem Brexit auf der Suche nach Verbündeten in der EU. Und auf der Suche nach der eigenen Rolle in Europa.

Denn wie die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Website berichtet, erfährt die EU – ähnlich wie in Großbritannien – auch in den Niederlanden in nicht geringen Teilen der Bevölkerung eine Ablehnung. Der Brexit dürfte dazu beitragen, dass sich dies noch verschärft. Denn die Briten seien ein Partner gewesen, der niederländische Interessen wie freien Handel von Gütern und Kapital mit möglichst wenigen Einschränkungen sowie Vorbehalte gegenüber einer mächtiger werdenden EU geteilt habe. Da die Insulaner aber gut zwei Jahren kein Teil der EU mehr sind, stünden die Niederlande alleine dar.

Daher hat sich der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte in den vergangenen Monaten auf Suche nach neuen Verbündeten begeben, so Süddeutsche.de. Er sei unter anderem nach Skandinavien, ins Baltikum, nach Frankreich, Spanien und Slowenien gereist. „Wir wollen uns neu positionieren in der EU“, zitiert Süddeutsche.de die niederländische Regierung.

Koalitionspartner: Fehlanzeige

Gleichzeitig hat Rutte aber auch im Land selber noch eine große Aufgabe zu bewältigen: Mehr als vier Monate nach der Parlamentswahl hat er noch immer keine Regierungspartner gefunden. Verschiedene Koalitionsverhandlungen sind gescheitert. Daher ist Rutte auch hier weiterhin auf der Suche.

 

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