Zum Abschluss des Forschungsprojekts HARRM (Hafenregion Rhein-Maas) kamen rund 100 Gäste in der Pegelbar am Neusser Hafen zusammen. Sie stellten die Forschungsergebnisse vor und diskutieren darüber. Fazit des gemeinsamen Projekts der Hochschule Neuss für Internationale Wirtschaft und der Fontys Hogeschool Venlo ist, dass eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Häfen der Region Rhein und Maas stattfinden muss, um die wachsenden Frachtmengen, die von den Seehäfen kommen, künftig besser abwickeln zu können.

Foto: Hochschule Neuss

Foto: Hochschule Neuss

„Die Herausforderung ist, dafür zu sorgen, dass es nicht zu Verkehrsinfarkten kommt“, so Stephan Satijn, Beigeordneter für Wirtschaft in der Gemeinde Venlo. „Wir müssen grenzübergreifend eine Agenda 2030 ausarbeiten, um unsere Ziele festzulegen“. Forschungsleiter Prof. Dr. Karl-Georg Steffens erklärte, dass das Hinterland ein Teil der Seehafenlogistik sei. Rainer Schäfer, Geschäftsführer der Neuss-Düsseldorfer Häfen ergänzt, dass immer noch zu viel auf Straßen transportiert werde. „Die 118 Binnenhäfen könnten wesentlich besser genutzt werden“, so Schäfer.

Weiterhin müssten die Hafen-Entwicklungen in Neuss besser geschützt werden, betonte Hans-Martin Müller, Leiter des Referats Logistik und Häfen im NRW-Verkehrsministerium. Im Kontext des wachsenden Städtebaus erklärte Müller, dass eine Flächensicherung für die landesbedeutsamen Häfen essentiell sei und nennt beispielhaft den umstrittenen Wohnungsbau aus dem Areal der hafennahen Münsterschule.

Die Ergebnisse der HARRM-Abschlussveranstaltung bilden nun wichtige Anhaltspunkte, um die Arbeit rund um die Erhaltung der Region Rhein-Maas als wichtigen Industriestandort weiter fortzuführen.