Mietwohnungen für viele Niederländer kaum zu bezahlen

Mietwohnungen für viele Niederländer kaum zu bezahlen
Amsterdam ist für Wohnungssuchende ein sehr teures Pflaster.

Die Niederländer klagen über zu hohe Mietpreise: Laut Pararius, der größten Vermietungs-Website der Niederlande, sind die Preise für Miethäuser und -wohnungen auf dem freien Markt im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent gestiegen und damit für viele Menschen, die keinen Anspruch auf Sozialwohnungen haben, kaum zu bezahlen.

So sind Mieten von rund 1.200 Euro im Monat keine Ausnahme mehr, berichtet das AD auf seiner Website. Davon seien vor allem die Menschen betroffen, die zu viel verdienen, um eine soziale Mietwohnung zu erhalten, aber nicht für eine Hypothek in Frage kommen. Gründe dafür seien beispielsweise flexible oder zeitlich befristete Arbeitsverträge, Scheidungen oder die Tatsache, dass derjenige Selbstständig ist.

Derzeit sind nach Angaben von Pararius landesweit „nur“ 326.000 Mietobjekte auf dem freien Markt verfügbar. Vor allem aus diesem Grund hätten die Mietpreise so stark angezogen. Ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Der teure „Traum von Amsterdam“
Peter Boelhouwer, Professor für den Wohnungsmarkt an der Technischen Universität Delft, wird vom AD wie folgt zitiert: „Eine wachsende Gruppe, vor allem alleinstehende und geschiedene Menschen, sitzt in der Klemme. Ein Teil von ihnen verdient genug, um sich ein Haus zu kaufen, bekommt aber keine Hypothek, weil er nicht ins Schema passt. Für eine Wohnung oder ein Haus aus dem freien Markt muss er hingegen monatlich viel mehr bezahlen.“

Ein Wohnungssuchender müsse derzeit durchschnittlich rund 13,50 Euro Miete pro Quadratmeter einplanen. Gerade in den Provinzen Nordholland, Utrecht und Südholland steige der Preis schnell an. Bei den Städten liege wenig überraschend an der Spitze. Hier müsse ein Mieter im Durchschnitt 21,98 Euro pro Quadratmeter zahlen. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es noch 19,31 Euro. Damit ist die Miete auf dem freien Wohnungsmarkt der niederländischen Hauptstadt innerhalb von zwei Jahren um etwa 14 Prozent gestiegen. So bleibt für viele der „Traum von Amsterdam“ auch wirklich nur ein Traum.

 

Hier geht es zum Aritikel von AD.nl.

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