„Geschäftsleute müssen immer flexibler werden“

„Geschäftsleute müssen immer flexibler werden“
Foto: Fontys International Business School

Hans Bors hat in seinem Leben in vielen, unter anderem auch international agierenden Unternehmen, wie z.B. Pope (Phillips), Creusot-Loire Staal Niederlande und dem Jobcenter Düsseldorf gearbeitet. Dabei hat er zahlreiche Erfahrungen in vielen verschiedenen Bereichen gesammelt. In einer Gastvorlesung an der Fontys International Business School in Venlo hat er unter anderem über das grenzüberschreitende Unternehmertum und die Veränderungen der vergangenen 50 Jahren im Geschäftsleben berichtet. Zudem hat er aus seiner Perspektive erzählt, welche Aspekte beim Arbeiten in der Grenzregion eine wichtige Rolle spielen.

Zu Beginn der interaktiven Vorlesung betonte Hans Bors, dass ein wichtiger Punkt im Geschäftsleben der Umgang und die Beziehung zu Kunden, Händlern und Geschäftspartnern ist. Je enger die Beziehung und je besser man sich auf persönlicher Ebene verstehe, desto besser sei das geschäftliche Verhältnis und desto höher sei die Wahrscheinlichkeit einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit. Um schon beim ersten Treffen die Grundlage für gutes Verhältnis zu schaffen, könne es sehr hilfreich sein, die Verhaltensweisen, Eigenschaften und kulturelle Angewohnheiten des anderen, der vielleicht aus einer anderen Region oder einem anderen Land kommt, zu beachten und sogar selber auch anzunehmen.

Bors stellte fest, dass vor allem hier in der Grenzregion immer häufiger Menschen aus Deutschland und den Niederlanden an einen Tisch kommen und gerade dann fallen Unterschiede auf – trotz der geographischen Nähe und den vielen Gemeinsamkeiten. Ein Beispiel hierfür seien Hierarchien in Unternehmen und das Ansprechen von Menschen. „Während in den Niederlanden eher flache Hierarchien üblich seien und sich Menschen schnell duzen, so lassen sich die Hierarchie in deutschen Unternehmen eher als vertikal beschreiben. Beziehungen seien eher distanzierter und Menschen siezen sich, gerade, wenn sie sich nur auf geschäftlicher Ebene begegnen“, so Bors.

Ereignisse gehen innerhalb weniger Sekunden um die ganze Welt

Anschließend sprach Hans Bors das Thema der Globalisierung an, die in den vergangenen Jahrzehnten vorangeschritten sei. Zudem thematisierte er einige Veränderungen, die sie mit sich gebracht habe. Eine Veränderung, die die Globalisierung befördere, sei, dass die Welt immer flexibler werde und Wege immer kürzer werden. Das bedeute, dass Ereignisse innerhalb weniger Sekunden um die ganze Welt gehen und Produkte innerhalb weniger Tage oder Wochen auf die andere Seite der Erde transportiert werden können.

Demnach müssen auch Geschäftsleute immer flexibler werden, um eben auf sämtliche Veränderungen und Ereignisse schnell reagieren zu können. Bors erklärte aber auch, dass man aber auch auf immer mehr Dinge achten muss, wie z.B. Regularien, Einflüsse und Eventualitäten von außen, die vielleicht heute noch weit weg sind, aber schon morgen hier sein können. Konkrete Beispiele hierfür seien Krankheiten, Seuchen oder Umweltkatastrophen, die nicht beeinflussbar sind. Zudem spielen selbst Kleinigkeiten heute eine wichtige Rolle und müssen unbedingt beachtet und besprochen werden, um Missverständnisse und Fehlerquellen zu minimieren.

Drei Tipps für Unternehmer

Am Ende nannte Hans Bors seinen Zuhörern drei wichtige Tipps, die einen aus seiner Sicht zu einem erfolgreichen Geschäftsmann werden lassen. Der erste Tipp war, dass man sich zuerst einmal selbst sehr gut kennen müsse, um sich sicher zu sein, ob man überhaupt die Veranlagungen und Fähigkeiten besitze, um ein guter selbstständiger Geschäftsmann zu sein.

Sein zweiter Tipp bezog sich auf die Eigenschaft, sehr verantwortungsbewusst zu sein. Ein Unternehmer trage jeden Tag 24 Stunden die Verantwortung für viele Angestellte und sein Unternehmen. Ein guter Geschäftsmann habe das stets im Hinterkopf und handele dementsprechend verantwortungsvoll und nachhaltig, sodass das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu keinem Zeitpunkt einem Risiko ausgesetzt seien.

Sein dritter Tipp besagte, dass ein guter Geschäftsmann sowohl den Markt als auch Mitstreiter und Innovationen stets im Auge behalte. Ein guter Geschäftsmann handele proaktiv und strebe immer danach, innovativ zu sein und sich somit ein Marktmonopol zu erarbeiten oder es zu behalten.

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