Schon heute unterwegs mit dem Stadtbus von morgen: Der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot gibt einen konkreten Ausblick auf den Stadtbus und das Omnibus-Verkehrssystem der Zukunft. Dort wird auf einer teilautomatisierten Fahrt in den Niederlanden auf der Airportlinie 300 von Haarlem nach Amsterdam der Mercedes-Benz Future Bus präsentiert.

Ausgangspunkt der Strecke ist die Bushaltestelle „Schalkwijk Centrum“ in der Stadt Haarlem. Die Airportlinie 300 verbindet Haarlem mit dem Flughafen Schiphol und in ihrer Verlängerung mit Amsterdam. Die Linie ist beliebt, rund 125 000 Fahrgäste nutzen sie täglich, die Busse fahren im Abstand von wenigen Minuten.

Die Airportlinie 300 ist die längste BRT-Linie Westeuropas (BRT = Bus Rapid Transit, übersetzt kurz Schnellbuslinie). Über weite Strecken verläuft sie über Brücken oder in Tunneln. In Städten und Ortschaften fahren die Omnibusse meist ebenerdig und die Trasse ist nicht kreuzungsfrei. Das ist mit Blick auf autonomes Fahren eine Herausforderung – doch der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot meistert sie souverän.

Ein Tastendruck, schon fährt der Bus mit CityPilot teilautomatisiert
Um den CityPilot zu aktivieren, drückt der Busfahrer links auf der Fensterbrüstung eine blaue Taste. Voraussetzung: Er muss dabei den Fuß von Gas- oder Bremspedal nehmen und darf nicht lenken, denn jede Fahrer­aktivität überlagert den CityPilot – der Fahrer bleibt stets Herr des Ver­fahrens und kann die Kontrolle übernehmen. Im Display hat gleichzeitig die Anzeige gewechselt. Die Schrift „Pilot“ wird sichtbar, die Geschwindigkeits­anzeige – bisher in einem Kreissegment und gleichzeitig digital angezeigt – wird auf die Digitalanzeige reduziert.

Vor dem Bus leuchtet eine spezielle Ampel auf: Zwei rote Punkte neben­einander bedeuten auf der BRT-Linie Stopp, zwei weiße Punkte überein­ander freie Fahrt. Die Ampel springt auf Weiß, sanft setzt sich der Bus in Bewegung und ordnet sich wie von Geisterhand in der Mitte seiner Spur ein. Stehende Passagiere können unbesorgt sein, dieser Bus fährt stets fahr­gastfreundlich defensiv, auch wenn der Fahrplan drücken sollte und sich die Schicht nach einem langen Tag dem Feierabend nähert.

Automatisiert an der Haltestelle: anhalten, Türen öffnen und schließen, abfahren
Die erste Haltestelle heißt „Vijfhuizen“, der Bus fährt vorsichtig und ohne Zutun des Fahrers heran, hält knapp am erhöhten Bordstein. Die niederländischen Busfahrer können das ebenfalls, wie alle ihre Kollegen weltweit. Jedoch bekommen sie hier ein Hilfsmittel in Form einer weißen Linie auf der Straße: Fahren sie genau darauf zu, passt der Abstand zum Bordstein. Wenn es zu eng wird, schrammen die Reifen, deshalb tragen Stadtbusreifen verstärkte Flanken. Ist der Abstand zu groß, haben Fahrgäste Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen. Der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot aber benötigt weder großes Fahrerkönnen noch verstärkte Reifen – er fährt stets nach Vorschrift und hält den gewünschten Abstand zum Fahrbahnrand auf seiner Strecke.

Auch die Aktionen an der Haltestelle sind automatisiert: Wenn der Bus angehalten hat, legt er selbständig die Haltestellenbremse ein und öffnet die Türen. Mittels einer Lichtschranke kann er erkennen, ob Fahrgäste einsteigen. Sind alle an Bord, werden die Türen geschlossen. Dann läuft ein Countdown im Display des Fahrers, nach exakt fünf Sekunden legt der Bus ab. Und so wiederholen sich die Abläufe, bis er schließlich am Flughafen Schiphol eintrifft.

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