Das durchschnittliche Arbeitnehmerentgelt je geleisteter Arbeitsstunde lag 2015 in Nordrhein-Westfalen bei 31,60 Euro und war damit niedriger als in den Niederlanden (33,40 Euro). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt in den aktuellsten Zahlen mitteilt, waren die Entgelte in allen Branchen außer dem produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) niedriger als in den Niederlanden: In der Industrie verdienten die nordrhein-westfälischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 37,70 Euro je Stunde knapp 3,00 Euro mehr als die niederländischen Kolleginnen und Kollegen (34,90 Euro).

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Die größten Unterschiede bei den Arbeitnehmerentgelten je Stunde gab es in den Bereichen „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei” (NRW: 15,50 Euro; Niederlande: 22,40 Euro je Stunde) und „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte” (30,10 Euro bzw. 36,60 Euro je Stunde).

Bei der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in den städtisch geprägten und einkommensstarken Regierungsbezirken Düsseldorf (33,20 Euro) und Köln (32,70 Euro) die Entgelte über denen der angrenzenden niederländischen Provinzen Overijssel (30,80 Euro), Gelderland (31,70 Euro) und Limburg (30,20 Euro) lagen. Dass das Arbeitnehmerentgelt in den Niederlanden insgesamt im Jahr 2015 höher war als in Nordrhein-Westfalen, liegt vor allem an den überdurchschnittlich hohen Stundenverdiensten in den Provinzen Noord-Holland (36,50 Euro), Utrecht (35,70 Euro) und Zuid-Holland (34,50 Euro).

Die hier betrachteten Auswertungen sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Centraal Bureau voor de Statistiek, dem Landesamt für Statistik Niedersachsen und dem Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen. Das Projekt „Arbeitsmarkt in Grenzregionen D-NL” wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt.

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