Diskussion um Zuschauer in der Eredivisie

Diskussion um Zuschauer in der Eredivisie

Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland setzten sich die Fußballvereine in den Profiligen für die Zulassung von Zuschauern bei ihren Spielen ein. Die niederländische Regierung steht dem eher ablehnend gegenüber. In den Niederlanden ist laut NOS im Rahmen der momentanen Corona-Beschränkungen eine Zuschauerauslastung von 40 Prozent möglich.

Fußballclubs für mehr Zuschauer

Ab Oktober solle in den Niederlanden mit mehr Zuschauern beim Profifußball experimentiert werden. Bei verschiedenen Clubs und in verschiedenen Stadien sollen Konzepte mit mehr Zuschauern getestet werden. So solle es in einigen Bereichen möglich sein, den Mindestabstand von anderthalb Metern zu unterschreiten. Genauso wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln sollten die Zuschauer dann jedoch einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Dies teilte der Interimsdirektor der Eredivisie CV, Jan de Jong, dem Nachrichtensender NOS mit. Laut de Jong würde auch Den Haag hinter dem Experiment stehen. Mehr Zuschauer zuzulassen, sei wichtig, damit die Clubs auch finanziell überleben. Momentan hätten nur wenige Clubs akute Probleme. Dies würde sich jedoch ändern, wenn nicht mehr Zuschauer zugelassen werden oder die Clubs Unterstützung vom Staat erhalten. Falls beides nicht eintreffe, gebe es laut de Jong in einem Jahr keinen bezahlten Fußball mehr in den Niederlanden.

Regierung gegen mehr Zuschauer

Laut dem niederländischen Minister für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, Hugo de Jonge, ist es nicht sinnvoll, nun im Profifußball mit mehr Zuschauern zu experimentieren. Gerade in größeren Städten gebe es aktuell wieder eine Zunahme an Infektionen mit dem Coronavirus. De Jonge sagte gegenüber NOS, dass es gute Absprachen mit dem KNVB gebe und es jetzt nicht an der Zeit sei um von dieser Linie abzuweichen. Seiner Meinung nach würde auch der KNVB nicht hinter den Experimenten mit Zuschauern im Oktober stehen.

Er sei jedoch bereit, weiter über dieses Thema zu sprechen. Zu einem späteren Zeitpunkt gebe es vielleicht Möglichkeiten, wieder mehr Zuschauer bei den Fußballspielen zuzulassen. Dies müsse aber auf eine verantwortungsvolle Weise geschehen.

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