Die Leistung von auf Dächern installierten Solaranlagen ist in den Niederlanden im Jahr 2024 auf 28,6 Gigawattpeak angestiegen, davon entfielen fast 60 Prozent auf Unternehmen. Das jährliche Gesamtwachstum der Leistung dieser Solaranlagen war geringer als in den Vorjahren. Dennoch nimmt die Zahl der Solaranlagen weiter zu. Dies geht laut der Nachrichtenplattform nu.nl aus neuen Zahlen der niederländische Statistikbehörde CBS hervor.
Mehr Anlagen im ländlichen Raum
Im Jahr 2023 kam etwa gleich viel Leistung bei Privathaushalten und Unternehmen hinzu. Im Jahr 2024 entfielen 60 Prozent der neuen Solaranlagenleistung auf Unternehmen und etwa 40 Prozent auf Wohngebäude. Die installierte Leistung von Solaranlagen stieg auf 28,6 Gigawattpeak.
Die Zahl der Photovoltaikanlagen auf Hausdächern nimmt trotz sinkender Erträge weiter zu. In ländlichen Regionen gibt es pro Haushalt mehr Solaranlagen als in den Ballungsräumen. Dies könnte daran liegen, dass es im Westen des Landes mehr Wohnblocks und andere Hochhäuser gibt. In weiten Teilen der Provinzen Drenthe, Limburg und Zeeland verfügen die Häuser im Durchschnitt über 2,3 Kilowattpeak Leistung auf dem Dach.
Abschaffung der Verrechnungsregelung
Die Leistung von Solaranlagen auf Hausdächern stieg 2024 um zwölf Prozent. In den Jahren zuvor betrug der Zuwachs etwa 30 bis 40 Prozent pro Jahr. Ein Teil des Wachstums entfällt laut Energieexperten auf Neubauten mit Solaranlagen. Außerdem gebe es Menschen, deren Bestellung erst spät geliefert wurde, andere hätten die Anlagen gerade noch schnell gekauft, um noch ein Jahr lang von der Verrechnungsregelung profitieren zu können.
Im Mai 2024 kündigte die damalige Regierung nämlich an, die bisher geltende Verrechnungsregelung im Jahr 2027 auf einen Schlag abzuschaffen. Ab diesem Zeitpunkt können Besitzer von Solarmodulen ihre Energieerzeugung nicht mehr mit ihrem Verbrauch verrechnen, sodass es länger dauert, bis sich ihre Solarmodule amortisiert haben. Es wird erwartet, dass dadurch die Popularität von Solaranlagen zunächst einmal abnehmen wird. Denn es kostet oft Geld, den erzeugten Solarstrom ins Stromnetz wiedereinzuspeisen.