Wenn die EUREGIO Anschluss an das globale Netzwerk großstädtischer Ballungsräume finden will, muss die grenzüberschreitende Erreichbarkeit verbessert werden. Diesen Schluss kann man aus dem Kongress Erreichbarkeit ziehen, den die EUREGIO gemeinsam mit der Stadt Enschede organisiert hat.

Foto: Gemeente Enschede

Um optimal von den Chancen zu profitieren, die das Wirtschaftswachstum bietet, müssen die Städte in Twente ihren Blick eher nach Osten als nach Westen richten. Gleichzeitig kommt es Städten wie Münster oder Osnabrück im deutschen Teil des EUREGIO-Gebietes zugute, wenn sie ihre Zusammenarbeit mit (der Netzwerkstadt) Twente verstärken. Durch die enge Zusammenarbeit im Städteverbund MONT (Kooperationsdreieck der Städte Münster, Osnabrück und Netzwerkstadt Twente) kann die Region sich dem weltweiten Netzwerk städtischer Ballungsräume anschließen, in denen sich das Wirtschaftswachstum konzentriert.

Will man als  ein  zusammenhängendes Gebiet operieren, muss die grenzüberschreitende Erreichbarkeit optimalisiert werden. Das gilt nicht nur für die Erreichbarkeit innerhalb des Gebiets, sondern auch für die Anbindung an andere Ballungsräume wie Berlin, das Ruhrgebiet und die Randstad (Ballungsgebiet im Westen der Niederlande). Zwei Interreg-Studien zeigen auf, dass es Chancen gibt für die Verbesserung des Verkehrs und Transports von Personen und Gütern. Eine wichtige Rolle kommt dabei insbesondere dem Eisenbahntransport zu.

Während des Kongresses haben Deutsche Bahn (DB Fernverkehr) und das niederländische Pendant NS Reizigers Pläne vorgestellt, um die Bahnverbindung zwischen Amsterdam und Berlin in den kommenden Jahren zu verbessern.

Die regionalen Studien zu diesem Thema befassten sich mit der Möglichkeit, die Anzahl der Gleise zu erweitern sowie neues Material einzusetzen. In der Region lebt schon lange der Wunsch, die Verbindung Münster-Enschede in Richtung Zwolle fortzusetzen. Dadurch entsteht in Hengelo ein neuer Knotenpunkt für beide internationalen Bahnverbindungen.

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