Jüngst fand das erste grenzüberschreitende Kunst- und Kulturbarcamp des taNDem-Projektes statt. Gut 130 deutsche und niederländische Künstler, Kulturschaffende und Kultureinrichtungen haben im Kloster Bentlage in Rheine am sogenannten taNDemcamp teilgenommen, um potentielle Projektpartner aus den Nachbarland zu finden und um grenzüberschreitend zu Netzwerken.

„Wir freuen uns über so viele Teilnehmer und sogar eine Warteliste. Das zeigt, dass es ein großes Interesse an grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Bereich von Kunst und Kultur gibt“, berichten die inhaltlichen Projektleiter Andre Sebastian und Johan Godschalk. „Sowohl von niederländischen als auch von deutschen Künstlern haben wir in der Vergangenheit immer wieder gehört, dass es an grenzüberschreitenden Kontakten und einem Ansprechpunkt fehlt. Mit dem taNDem-Projekt und dem Kunst- und Kulturbarcamp bieten wir hierfür eine Plattform.“

Während des Barcamps gab es mehrere sogenannte Sessions, mal als Präsentation oder mal als Austausch und Diskussion. Die Sessions wurden von den Teilnehmern selbst gestaltet. Denn bei einem Barcamp sind die Teilnehmer selbst für den Inhalt des Tages zuständig. Dieses Format war für viele Teilnehmer neu. „Ich kannte dieser Art der Begegnung nicht“, erzählte eine niederländische Teilnehmerin, „aber die Freiheit und Eigeninitiative haben mir sehr gut gefallen.“

Sieben deutsch-niederländische Tandems

Desweitern hat das Projektteam den Teilnehmers verschiedene niedrigschwellige Instrumente angeboten, um einen Projektpartner zu finden. Das taNDem-Projekt hat das Ziel, niederländische und deutsche Künstler und Kulturschaffende in Tandems zusammenzubringen. Konkret haben sich während des Barcamps sieben Tandems gebildet. Ein neu gebildetes Tandem, das sich in einer der Sessions kennengelernt hat, freut sich: „Es ist eine gute Grundlage weiterzuarbeiten. Wir werden auf jeden Fall ein gemeinsames Projekt starten.“

Jedes Tandem kann bis zum 15. Mai einen Projektantrag einreichen und maximal 15.000 Euro Förderung aus dem Projekt erhalten. Auch Interessenten, die nicht am Barcamp teilgenommen haben, können einen Antrag stellen. Mehr Informationen zum Antrag, den Voraussetzungen und zum Jahresthema sind unter www.tandemkunst.eu zu finden.

Kunst- und Kulturszene im Grenzgebiet fördern

Hinter dem Namen taNDem steht das INTERREG V A Projekt „Kunstverbinding – Kunstverbindung“. In diesem Projekt haben die EUREGIO, Cultuurmij Oost, Münsterland e.V., Emsländische Landschaft e.V., die Stadt Osnabrück, der Landkreis Osnabrück und die Provincies Gelderland und Overijssel ihre Kräfte gebündelt, um die Kunst- und Kulturszene im Grenzgebiet zu fördern.

Das Projekt „Kunstverbinding – Kunstverbindung“ wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Provinzen Gelderland und Overijssel, das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und das Wirtschaftsministerium des Landes NRW finanziell unterstützt.

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