Das könnte auch für die deutschen Haushalte teuer werden: Wie „Zeit Online“ berichtet, möchten die Niederlande bis zum Jahr 2030 die Produktion im Erdgasfeld in der Provinz Groningen komplett herunterfahren. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stammen immerhin 31 Prozent des in Deutschland genutzten Erdgases von dort.

Alleine rund fünf Millionen Haushalte im Norden und Westen Deutschlands seien vom Erdgas aus Europas größtem Erdgasfeld abhängig. Erschwerend käme hinzu, dass nicht nur ein neuer Lieferant hermüsse, sondern gleichzeitig auch Millionen Gasheizungen umgerüstet werden müssen. Grund ist laut „Zeit online“, dass das Erdgas aus Groningen eine mindere Qualität habe und die Heizungen darauf abgestimmt seien.

Über 1.000 Erdbeben

Ursache für das Ende der Erdgasförderung in den Niederlanden sind immer wieder auftretende Erdbeben in der Provinz Groningen. Seit 1986 habe die Erde über 1.000 Mal gebebt, besonders schwer im Jahr 2016, als ein Beben in Huizinge eine Stärke von 3,6 auf der Richterskala erreichte. Nachdem die Förderung daraufhin kontinuierlich gedrosselt wurde, bebte es am 8. Januar 2018 in Zeerijp erneut – mit einer Stärke von 3,4. Nun hat Eric Wiebes, niederländischer Minister für Wirtschaft und Klima, nun also endgültig die Reißleine gezogen.

 

Hier geht es zum Artikel vom „Zeit online“.

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