„Perspektive 360°“ bei der Arbeitsuche in den Niederlanden

„Perspektive 360°“ bei der  Arbeitsuche in den Niederlanden
Foto: Berufsbildungszentrum Kreis Kleve

Das Jobcenter Kreis Kleve bietet auch während der Corona-Pandemie Unterstützungs- und Beratungsangebote an. So wird das grenzüberschreitende Projekt „Perspektive 360°“ nun auch in digitaler Form durchgeführt. „Perspektive 360°“ gründet auf der deutsch-niederländischen Kooperation für einen gemeinsamen Arbeitsmarkt und wird vom Berufsbildungszentrum Kreis Kleve (BBZ) und den Projektpartnern Jobcenter Kreis Kleve, Werkbedrijf Nijmegen und dem RSD De Liemers in Zevenaar durchgeführt. Das Projekt lief im Jahr 2019 mit 21 Teilnehmenden in zehn Kommunen im Kreisgebiet vielversprechend an. Im Jahr 2020 waren es bereits 64 Personen. Seit dem Start des Projekts liegt die Vermittlungsquote in den Arbeitsmarkt bei etwa 40 Prozent.

Mit dem vom BBZ angebotenem zweiwöchigen digitalen „KOMPAKT“-Kurs sollen nun unter Beachtung der geltenden Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung gezielt Arbeitsuchende angesprochen werden, die damit schneller oder schneller wieder in eine Erwerbstätigkeit vermittelt werden können. Die „KOMPAKT“-Variante beinhaltet vorrangig praxisorientierte Informationen, wie die Sprache am Arbeitsplatz, die geltenden Bestimmungen im Bereich Steuern und Sozialversicherung sowie die Kontaktaufnahme zu potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern im Nachbarland.

Arbeitsuchende, die Interesse an einer Teilnahme am Projekt „360°“ haben, können sich mit einem Ansprechpartner des Jobcenters ihrer Gemeinde oder Stadt in Verbindung setzen. Die Liste der Kontaktpersonen ist auf der Internetseite des Kreises Kleve als Dokument hinterlegt. Ausführliche Informationen über das Projekt „Perspektive 360°“ gibt es bei Projektbetreuer Klaus Verburg vom Berufsbildungszentrum Kleve (E-Mail: klaus.verburg@bbz-kleve.de, Telefon: 0151/589 535 04).

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die aktuelle Auswertung des Jobcenters Kreis Kleve für den Monat Februar 2021 zeigt, dass sich die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) weiter leicht verringert hat. Sie liegt nun bei 7.716 – das sind 5 weniger als im Vormonat und 88 weniger als im Februar 2020. Derzeit leben 13.966 Menschen in den BG, davon sind 10.320 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.646 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Die Vermittlungen in Arbeit werden mit einer Wartezeit von drei Monaten in der Statistik abgebildet. So konnten im Oktober 2020 insgesamt 207 Personen (71 Prozent) in einer sozialversicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vermittelt werden, weitere 84 Menschen arbeiten nun in einem Minijob.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Januar 2021 ein Betrag in Höhe von rund 8,3 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,4 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft.

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