Vertreter deutscher und niederländischer Jugendämter und vergleichbarer Einrichtungen trafen sich im EUREGIO-Tagungszentrum „Terhaar sive Droste“ zu einer ersten Bestandsaufnahme. Ziel der Zusammenarbeit ist die lückenlose Betreuung von Grenzgängerkindern.

Niederländer, die grenznah auf der deutschen Seite wohnen, schicken ihre Kinder nicht selten in den Niederlanden zur Schule. Man geht davon aus, dass fünf bis acht Prozent der Schüler an grenznahen Schulen in den Niederlanden Kinder von Grenzgängern sind. Abgesehen von dem oft längeren Anfahrtsweg ist dies meist kein Problem. Anders sieht es aus, wenn Kinder besondere Betreuung brauchen, sei es wegen einer Besonderheit in ihrer Entwicklung oder aufgrund einer Lese-Rechtsschreibschwäche. Dann muss man erkennen, dass die Strukturen auf niederländischer und deutscher Seite unterschiedlich und nicht immer zueinander passend sind. Dies gilt auch für die Frage der Bezahlung von Behandlungen bei psychischen Erkrankungen und der Einhaltung der Schulpflicht.

Über diese und andere Themen tauschten sich niederländische und deutsche Mitarbeiter von Jugendämtern und vergleichbaren Einrichtungen auf niederländischer Seite im Rahmen eines Netzwerktreffens aus. Neben dem Kennenlernen und einer Bestandsaufnahme, mit welchen Hürden man bei der Betreuung von Grenzgängerkindern zu tun hat, besprachen die Teilnehmer die notwendigen weiteren Schritte, um auch für die Grenzkinder gut abgestimmt sorgen zu können. „Wir müssen Strukturen schaffen, wie die nötigen Informationen über die Grenze an die Fachbehörden, aber auch an die Schulen und Eltern gelangen“ meint Dr. Elisabeth Schwenzow, Geschäftsführerin der EUREGIO. Sie fügt hinzu: „Das Interesse an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und das offene Aufeinanderzugehen waren beeindruckend.“

 

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