Zu ihrer ersten Sitzung ist nun die Steuerungsgruppe des DIWA-Projektes (Drought Strategies in Water Management – deutsch: Trockenheitsstrategien in der Wasserwirtschaft) im Haus der Niederlande in Münster zusammengekommen. Die Bezirksregierung Münster richtete die Veranstaltung aus, in der der Fortschritt des Interreg VI-Projekts besprochen wurde. Das Projekt DIWA entwickelt mit zehn Partnern – fünf deutsche, vier niederländische und ein deutsch-niederländischer – einen grenzübergreifenden Ansatz zur Bewältigung von Trockenheit in Deutschland und den Niederlanden. Die Steuerungsgruppe übernimmt die strategische Steuerung und fördert den Wissens- und Informationsaustausch auf Leitungsebene zwischen den Projektpartnern. Die Sitzung bot Raum für einen lebendigen und konstruktiven Austausch unter den Teilnehmenden, die anschließend ein positives Fazit zogen.
Die DIWA-Projektpartner haben bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Projektziele zu erreichen. Bei der Sitzung erläuterten sie die Fortschritte in den einzelnen Arbeitspaketen. Unter anderem wird ein Governance-Modell zur Trockenheitsbekämpfung entwickelt. Darüber hinaus erarbeiten die Beteiligten Szenarien und Strategien, bewerten Trockenheits-Risiken und überprüfen die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen. Im Rahmen von Pilotprojekten werden konkrete Maßnahmen zur Bewältigung von Trockenheit umgesetzt. Das daraus gewonnene Wissen fließt schließlich in einen digitalen Leitfaden ein, der den Interessengruppen im Grenzgebiet als praxisnahes Instrument zur Verfügung steht.
DIWA-Projekt im TV
Besonders ein Fernsehbeitrag des niederländischen Regionalsenders Regio 8 hoben die Teilnehmer hervor. Er beleuchtet das Pilotprojekt „Wasserrückhalt Grenzgebiet Achterhoek“. Ziel dieses Pilotprojektes ist es, niederländische Erfahrungen für das grenzüberschreitende Lernen nutzbar zu machen und innovative Ansätze im Wasserrückhalt zu erproben. Der Beitrag wurde im Frühjahr 2025 gedreht und ist auf YouTube verfügbar (ab Minute 11:27).
Zusammenarbeit und Finanzierung
Im Interreg-Projekt DIWA arbeiten die folgenden zehn Partner zusammen: Waterschap Vechtstromen (Leadpartner), Waterschap Rijn en IJssel, Provincie Gelderland, Universiteit Twente, Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Vechteverband und die EUREGIO. Die Grenzüberschreitende Plattform für regionale Wasserwirtschaft (GPRW) ist der Initiator des DIWA-Projekts. Das Projekt hat ein Budget von über 6,5 Millionen Euro und ist Teil des INTERREG Programms Deutschland-Nederland.

