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Wohnen ist für Studierende in den Niederlanden eine Frage des Geldes

Die Niederlande halten einen einsamen Rekord, wenn es um Wohnraum für Studierende geht. Anders als im restlichen Europa hat sich dort der Markt Ende vergangenen Jahres nicht wesentlich abgekühlt. Im Oktober und Dezember 2025 zahlten Studierende in den meisten Ländern weniger für eine Wohnung, in den Niederlanden hingegen mehr. Nach Erhebungen der Vermietungsplattform HousingAnywhere sind die Niederlande damit das teuerste Land für Studentenwohnungen. Das berichtet die Nachrichtenplattform nu.nl.

Amsterdam hält den Rekord

HousingAnywhere analysierte die Mietpreise für Zimmer, Studios und Wohnungen in 25 Städten in elf europäischen Ländern. Es handelt sich um das Angebot auf der eigenen Plattform, wobei Zimmer von Wohnungsbaugesellschaften nicht berücksichtigt wurden. Amsterdam und Rotterdam, die beiden untersuchten niederländischen Städte, sind der Erhebung zufolge zugleich die teuersten Städte. Rotterdam verzeichnete im vergangenen Jahr von allen europäischen Städten den stärksten Preisanstieg. Die durchschnittliche Zimmermiete stieg um 6,3 Prozent auf 850 Euro, verglichen mit 800 Euro im Vorjahr. In Amsterdam blieben die Preise weitgehend unverändert. Mit 990 Euro bleibt die Hauptstadt jedoch der teuerste Ort für die Anmietung eines Studentenzimmers.

London und Genf, die als ausgesprochen teuer gelten, wurden übrigens nicht in die Untersuchung einbezogen. Paris ist mit einer durchschnittlichen Miete von 800 Euro pro Monat auch eine der teuersten Städte für Zimmermieten. Die günstigsten Städte in der Studie sind Budapest (370 Euro pro Monat) und Athen (400 Euro). Obwohl auch Deutschland einer der teuersten europäischen Mietmärkte ist, sind die Preise für Zimmer in vielen Städten gesunken. In Hamburg sank die durchschnittliche Miete um 11,2 Prozent, in Berlin um 9,6 Prozent und in Stuttgart um 9,4 Prozent. Düsseldorf war eine Ausnahme: Mit einem Anstieg von 5,7 Prozent ist es nach Rotterdam der stärkste Aufsteiger.

„Ausverkauf“ von Mietwohnungen

HousingAnywhere nennt keinen Grund für die Unterschiede zwischen den Niederlanden und dem Rest Europas. Allerdings verzeichnen die Niederlande im Bereich der Zimmervermietung neuerdings einen groß angelegten Verkauf von Mietwohnungen. Durch diesen „Ausverkauf” verschwinden Mietwohnungen vom Markt.