Seit 2013 verleiht die Ems Dollart Region (EDR) zum Jahresabschluss traditionell den EDR-Grenzpreis. Mit diesem Preis werden niederländisch-deutsche Projekte gewürdigt, in denen seit vielen Jahren nachhaltig zusammengearbeitet wird. Dabei werden vor allem wichtige gesellschaftliche, kulturelle und soziale Themen berücksichtigt. In diesem Jahr wurde der Grenzpreis in ganz besonderer Atmosphäre auf der Messe „Promotiedagen“ in Groningen verliehen.

Die Auszeichnung wurde auf dem „No(o)rd-Plein“ überreicht. Dieser Messe-Marktplart wurde erstmals gemeinsam von der EDR mit der Stadt Oldenburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg organisiert. Rund 100 Besucher fanden sich zur Verleihung auf dem No(o)rd-Plein ein und bildeten einen würdigen Rahmen für die Laudatio, die von EDR-Mitarbeiterin Eske Kadijk vom Projekt „Net(z)werk+“ gehalten wurde.

„Hier wird Europa vor Ort gelebt“

Gewinner des diesjährigen EDR-Grenzpreises wurde die Kooperation der Grundschule Oldersum mit der Grundschule „OBS Jansenius de Vries“ aus Warffum. Bereits seit 2006 organisieren die beiden Schulen Austauschveranstaltungen und andere gemeinsame Aktivitäten. „Auch Personalwechsel, die über die Jahre in beiden Schulen stattfanden, haben nichts an der intensiven Kooperation geändert. Das ist nicht selbstverständlich. Hier wird Europa vor Ort gelebt“, so Eske Kadijk. „Dass Grundschulen so eng zusammenarbeiten, ist gar nicht so einfach, wie es scheint. Denn im Bildungswesen gibt es insbesondere bei den Grundschulen schon große Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland. Dass man sich diesen Herausforderungen über Jahre stellt und Kooperationen und Freundschaften aufbaut, verdient den EDR-Grenzpreis“, betonte Kadijk. Eine Besonderheit der Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen sei zudem die Verknüpfung mit Aktivitäten des Heimatvereins Oldersum sowie mit dem niederländischen Gegenstück „Historische Kring“ in Warffum. „So gibt es in der Kooperation und im Austausch also auch noch einen generationenübergreifenden Aspekt“, lobte Eske Kadijk.

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