Der EUREGIO-Rat, das politische Organ des deutsch-niederländischen Kommunalverbands EUREGIO, hat in seiner Sitzung im niederländischen Achterhoek u. a. einen offenen Brief gegen die Maut auf deutschen Autobahnen verabschiedet und die verkehrliche Erreichbarkeit des EUREGIO-Gebietes behandelt. Auch beriet er über mehrere neue INTERREG-Projekte. Darunter ein Vorhaben zur Entwicklung einer didaktischen Methode für angehende Schweißer mit Hilfe von Schweißsimulatoren, sowie das Projekt „LIVE“, das sich für ein nachhaltiges Einzugsgebiet der Flüsse Vechte und Dinkel an beiden Seiten der Grenze einsetzt.

Der EUREGIO-Rat hat einstimmig beschlossen, einen offenen Brief an das Bundesverkehrsministerium in Berlin zu richten, in dem nochmals nachdrücklich gefordert wird, auf die Einführung der Maut in Deutschland zu verzichten. Die negativen Auswirkungen einer Mauteinführung auf den Grenzverkehr sowie die grenzüberschreitende Logistik wären nachteilig für die Wirtschaft und den Tourismus im Grenzgebiet.

Innovative Kleinprojekte

Der EUREGIO-Rat hat am 25. November außerdem zwei Kleinprojekte genehmigt. Bei dem Kleinprojekt „Recycling textiler Eigenschaften“ geht es um die Wiederverwertung gebrauchter feuerfester Arbeitskleidung als Rohstoff für neue feuerfeste Anwendungen. Das zweite Projekt, „Smart Nurturing“, untersucht die Möglichkeiten für ein Smart Messgerät, das für routinemäßige Messaufgaben in der Altenpflege eingesetzt werden und so Pflegekräfte entlasten kann. Beide Kleinprojekte werden im Rahmen des INTERREG V A-Projekts „Rahmenprojekt Priorität II für das EUREGIO-Gebiet“ unterstützt. Dieses wird teilweise von der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Weitere Kofinanziers sind die Provinzen Gelderland, Overijssel und Flevoland, das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, die Staatskanzlei des Landes Niedersachsen sowie die EUREGIO.

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