„An einem besonderen Ort findet Ihre ‚Grenzhoppers‘-Sitzung statt, nämlich im neuen Kulturquartier an der Bocholter Aa und Industriestraße – kurz kubaai“, mit diesen Worten begrüßte der Erste Stadtrat Thomas Waschki die 60 Gäste in der Sky Lounge im LWL-TextilWerk. Die Vertreter von Kommunen, Museen und Institutionen trafen sich zur zweiten Plenarsitzung im Rahmen des deutsch-niederländischen Netzwerk „Grenzhoppers“ in Bocholt.

Thema der Plenarsitzung war die Stärkung der deutsch-niederländische Zusammenarbeit. Programmpunkte des Netzwerktreffens behandelten die Chancen und Risiken der Zusammenarbeit, die interkulturellen Unterschiede sowie die Vorstellungen von konkreten Projektideen aus den einzelnen Arbeitsgruppen.

Vier Arbeitsgruppen bei den „Grenzhoppers“

Inzwischen gehören fast 100 Personen, die in der Regel bei den Kommunen, Museen, Verbänden und Institutionen tätig sind, dem grenzüberschreitenden Netzwerk „Grenzhoppers“ an. Innerhalb des Netzwerks gibt es vier Arbeitsgruppen – Tourismus, Wirtschaft, Kultur & Bildung sowie Sport & Gesundheit – die sich mit der Erarbeitung konkreter Projektideen für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit in der Regio Achterhoek und dem Kreis Borken engagieren.

SeptemberKunst, Frauen-Fußball-EM und vieles mehr

Jede Arbeitsgruppe präsentierte während der Sitzung konkrete Projektideen. So gibt es seitens der Arbeitsgruppe Wirtschaft die Idee, den 3D-Druck bekannter zu machen. Die Arbeitsgruppe Tourismus möchte in diesem Jahr eine grenzüberschreitende Messe für alle Touristiker, wie beispielsweise Gastronomen oder Hoteliers, organisieren.

Das Kunstprojekt „SeptemerKunst“, welches bisher nur in Aalten stattgefunden hat, möchte die Arbeitsgruppe Kultur & Bildung grenzüberschreitend organisieren. Beim Kunstprojekt können dann nicht nur Ateliers in der niederländischen Nachbargemeinde, sondern auch in Bocholt besucht werden. Zudem wird es Ausstellungen aller teilnehmenden Künstler in der Koppelkirche in Bredevoort und im alten Herding-Gebäude auf dem kubaai-Gelände geben.

Anlässlich der in den Niederlanden stattfindenden Frauen-Fußball-Europameisterschaft plant die Arbeitsgruppe Sport & Gesundheit im Zeichen der „Grenzhoppers“ ein großes Mädchen- und Frauenfußballturnier in Zusammenarbeit mit Winterswijk.

Chancen und Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Dr. Christoph Thesing vom „Zentrum für Niederlande-Studien (ZNS)“ im Haus der Niederlande in Münster, referierte zu den Chancen und Risiken der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das ZNS befasst sich fächerübergreifend mit den Niederlanden und Deutschland, sowie den unterschiedlichen Beziehungen zwischen diesen Ländern.

Thesing thematisierte insbesondere die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, die seit vielen Jahren zu den besten der Welt gehöre. Es wurden aber auch mögliche Probleme in der Zusammenarbeit vorgestellt, wie die Sprachbarriere oder die interkulturellen Unterschiede.

Interkulturelle Unterschiede im Alltag

Sonja Hüls, Entspannungstrainerin und Unternehmerin, und Nicky Eppich, Beauftragte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Gemeinden Winterswijk und Oost Gelre (Niederlande) gingen in ihrem Vortrag auf die interkulturellen Unterschiede im Alltag und der Sprache ein. Insbesondere die formelle Art der Deutschen und die eher informelle Art der Niederlande waren ein Thema.

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