Klimafolgen für grenzüberschreitende Wasserwirtschaft

Klimafolgen für grenzüberschreitende Wasserwirtschaft

Der niederländische Watergraf Prof. Dr. Stefan Kuks von Waterschap Vechtstromen und der Erste Kreisrat des Landkreises Grafschaft Bentheim Dr. Michael Kiehl stellten dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies die jahrelange deutsch-niederländische Zusammenarbeit der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) vor.

Während der Fahrt in der RB56 „Regiopa Express“ auf der Bahnstrecke der Bentheimer Eisenbahn von Bad Bentheim bis nach Coevorden (NL) hat sich der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz über die beiden Kernthemen „grenzüberschreitende schadstoffarme Mobilität“ und „Energieoffensive in der Grafschaft Bentheim“ informiert.

Grenzüberschreitende Herausforderungen

Im Rahmen des Ministerbesuches ist auch die Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) vorgestellt worden. Ihr Ziel ist es, über die Grenzen hinweg gemeinsam die Folgen des Klimawandels anzugehen. Prof. Stefan Kuks, niederländischer Watergraaf (Vorstandsvorsitzender) der Waterschap Vechtstromen (selbstständige regionale Wasserbehörde) und Dr. Michael Kiehl, Erster Kreisrat, stellten dem Minister während des Treffens die grenzüberschreitenden Herausforderungen umfassend dar und betonten die Wichtigkeit zukünftig konkurrierende Interessen in Einklang zu bringen.

Außerdem baten die Vorstandsmitglieder der GPRW in dem Zusammenhang auch um Unterstützung für das Thema Klimafolgenanpassung, insbesondere auf deutscher Seite. Hintergrund dafür ist die im März 2021 unterzeichnete grenzüberschreitende Absichtserklärung „Klimafolgenanpassung“. In der Erklärung unterzeichneten die fünf Plattformpartner und auch die Waterschap Drents Overijsselse Delta und besiegelten damit das Schwerpunktthema „Klimafolgenanpassung“ der GPRW.

Auch regionale Themen auf der Agenda

Getreu dem Motto „Im Alleingang ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter“ haben sich die drei deutschen Kreise und die drei niederländischen Waterschappen im Drei-Länder- Grenzbereich zusammengeschlossen, um gemeinsam die historische Aufgabe der Klimafolgenanpassung anzugehen. Neben dem Thema Klimafolgenanpassung widmet sich die GPRW auch den aktuellen, regionalen Themen. Dazu gehören Hochwassersicherheit, Katastrophenschutz, Trockenheit, Wasserqualität (z.B. Nährstoffe und Fischwanderung) und Nutriabekämpfung.

Zu den fünf Partnern der Plattform, die 2012 ins Leben gerufen wurde, zählen neben dem Landkreis Grafschaft Bentheim und der Waterschap Vechtstromen auch der Kreis Borken und der Kreis Steinfurt auf deutscher Seite und die Waterschap Rijn en Ijssel auf niederländischer Seite. Alle Partner der Genzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) verfügen über eine fast zehnjährige Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei wasserwirtschaftlichen Fragen.

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