Der Hamburger Senator Michael Westhagemann hat in der vergangenen Woche gemeinsam mit Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), Groningen besucht. Das Ziel des Treffens in Groningen war es, die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch zwischen den Regionen Nord-Niederlande und Norddeutschland im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie weiter zu festigen. Schon heute gibt es gemeinsame Initiativen für eine Zusammenarbeit zwischen Groningen und Hamburg bzw. Norddeutschland. Diese umfassen vor allem den Bereich Erneuerbare Energien und wurden von den jeweiligen Clusterorganisationen vorangetrieben. Die fünf norddeutschen Ministerpräsidenten wollen bis November 2019 eine gemeinsame Wasserstoffstrategie für Norddeutschland entwickeln. Die Eckpunkte einer norddeutschen Wasserstoffstrategie liegen bereits vor.

Vor diesem Hintergrund wurde Hamburg von den niederländischen Provinzen Fryslan, Groningen, Drenthe und Overijssel sowie der Stadt Groningen angesprochen, die Zusammenarbeit bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu intensivieren und zu verstetigen. Diese Zusammenarbeit soll ausgebaut oder beispielsweise mit einem grenzüberschreitenden Wasserstoffkorridors weiter konkretisiert werden. Während des Besuches haben die New Energy Coalition und Erneuerbare Energien Hamburg gestern in Groningen eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet um ihre bereits gestartete Kooperation weiter Form zu geben. Mit der Erklärung haben beide Netzwerke gegenseitig eine Mitgliedschaft im jeweiligen Partnernetzwerk erhalten. Darüber hinaus wurde ein Arbeitsplan für die Zeit bis Ende 2020 vereinbart. Dieser Plan umfasst:

  • Unterstützung bei Veranstaltungen, wie beispielsweise die Einbindung von Referenten des jeweils anderen Netzwerks
  • Fördermittelakquise für die Umsetzung gemeinsamer Forschungsprojekte
  • Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Offshore-Windenergie und Beitrag zur Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in den Niederlanden und Norddeutschland

„Erhebliche Synergien schaffen“

Senator Michael Westhagemann: „Auf diese Weise können wir den fachlichen Austausch zu den laufenden und geplanten Wasserstoffprojekten, beispielsweise in der Mobilität oder der Energieversorgung sowie im Bereich der Chemie und der Grundstoffindustrie intensivieren. Es geht um die Entwicklung und Umsetzung konkreter Verbundprojekte in Anwendungsbereichen, die für beide Regionen von hohem Interesse sind.“

Jan Rispens, EEHH-Geschäftsführer: „Die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft ist kein Alleingang in Deutschland, sondern findet mit Hochdruck in etlichen Ländern der EU statt. Unsere Kooperation mit der New Energy Coalition in den nördlichen Niederlanden führt zu einem frühzeitigen und intensiven Austausch über Rahmenbedingungen und Anforderungen; dabei können wir gegenseitig erhebliche Synergien schaffen.“

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