Neues aus der EUREGIO

Neues aus der EUREGIO
EUREGIO-Geschäftsführer Christoph Almering (Archivbild). Foto: EUREGIO

Corona-bedingt musste der EUREGIO-Rat dieses Jahr bereits zum dritten Mal digital in einer Dringlichkeitssitzung tagen. Auch die vergangene Sitzung zeigte, dass das grenzübergreifende Leben, auch wenn persönliche Treffen derzeit meist nicht möglich sind, sich nicht von der Pandemie ausbremsen lässt. So standen mehrere deutsch-niederländische Initiativen auf der Tagesordnung.

Im gesamten Gebiet der EUREGIO ist aktuell viel Bewegung rund um das Thema Wasserstoff. Unter anderem gibt es im Kreis Steinfurt derzeit erhebliche Bestrebungen, das Thema voranzutreiben (unter anderem über den „Energieland2050 e. V.“ des Kreises), während in diesem und im nächsten Jahr unter dem Label „EUREGIO Business Network Event“ eine deutsch-niederländische Veranstaltungsreihe durchgeführt werden soll.

Die EUREGIO-Geschäftsstelle steht derzeit in engem Kontakt mit der IHK Nord-Westfalen und der Bezirksregierung Münster, um zu überlegen, wie man die Vielzahl der Aktivitäten am effizientesten und grenzübergreifend koordinieren kann. Verschiedene Partner und Stakeholder (Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus Deutschland und den Niederlanden, Hochschulen usw.) sind in diese Planungen einbezogen. Bereits kurzfristig soll eine webbasierte Plattform entstehen, auf der sich Anbieter und Anwender registrieren und austauschen können.

Der Geschäftsführer der EUREGIO, Christoph Almering, erläutert: „Natürlich ist Wasserstoff gerade ein absolutes Hype-Thema. Aber wir werden auch darauf achten, dass nicht der Fehler gemacht wird, Wasserstoff als Allheilmittel im Thema Energie und Nachhaltigkeit zu begreifen. In den EUREGIO-Gremien werden wir noch darüber diskutieren – auch politisch -, wie wir das Thema in Zukunft begleiten und mitgestalten werden. Aktuell ist es gut, dass wir es auf der Agenda haben und schon konkret aufgreifen.“

Nach der Stunde Null

Des Weiteren hat der EUREGIO-Rat unter anderem eine INTERREG-Förderung von maximal 25.000 Euro für das Kleinprojekt „Nach der Stunde Null – aus Feinden werden Partner“ genehmigt. In diesem Projekt untersuchen Schülerinnen und Schüler mehrerer deutscher und niederländischer Schulen in der EUREGIO den Prozess der Wiederannäherung nach dem Kriegsende. Wie gingen die ehemaligen Feinde in der unmittelbaren Nachkriegszeit sowie den 1950er- und 1960er-Jahren miteinander um? Wie gestalteten sich der Austausch und der Kontakt im Alltag? Wie wurden aus Feinden Partner und vielleicht Freunde? Die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe sprechen mit Zeitzeugen und eignen sich verschiedene Interview- und Medientechniken an. Mehrere Schulen aus Bocholt, Aalten, Enschede und Venlo beteiligen sich an dem Projekt.

Mehr über „Nach der Stunde Null – aus Feinden werden Partner“ ist auf der Website www.euregio-history.net nachzulesen.

Neue Vorstandsmitglieder

Der EUREGIO-Rat hat in seiner Sitzung neue Vorstandsmitglieder benannt. So wurden Dr. Martin Sommer (Landrat des Kreises Steinfurt) und Maarten Offinga (Bürgermeister von Hardenberg) in den EUREGIO-Vorstand gewählt.

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