Ausbau des euregionalen Personennahverkehrs

Ausbau des euregionalen Personennahverkehrs
Foto: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR

Auf der gerade eingerichteten Baustelle am Bahnhof Herzogenrath hat der Nahverkehr Rheinland (NVR) am heute im Beisein von Verkehrsminister Hendrik Wüst der EVS EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH einen Förderbescheid über insgesamt 11,24 Millionen Euro überreicht. Hauptbestandteil bei der Neuordnung der Verkehre ist die Errichtung eines zusätzlichen Bahnsteigs, der zwischen den bisher nicht für den Personenverkehr genutzten Gleisen fünf und sieben liegen wird. Damit soll der grenzüberschreitende Personennachverkehr ausgebaut werden.

„Mit dem neuem Bahnsteig und der modernisierten barrierefreien Unterführung können in Zukunft mehr Züge den Bahnhof Herzogenrath anfahren. Das ist wichtig für den Ausbau des Personennahverkehrs zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden,“ so Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Ich danke dem NVR, der EU und der EVS, dass sie viel Geld in die Hand nehmen, um den grenzüberschreitenden Nahverkehr attraktiver zu machen.“

Der neue Bahnsteig ist gleich für zwei Strecken von großer Bedeutung: Zum einen für den Zugverkehr mit den Niederlanden. Momentan fährt der RE 18 zwischen Aachen und Maastricht und für die Zukunft wird zudem eine schnellere IC/RE-Verbindung aus den Niederlanden über Heerlen hinaus bis nach Aachen geprüft. Auf der deutschen Seite ist der neue Bahnsteig in Herzogenrath zudem wichtig für den geplanten Ausbau der Euregiobahn (RB 20). Die von Stolberg über Alsdorf kommende RB 20 soll dann später über ein Überwerfungsbauwerk direkt zu den Gleisen fünf und sieben geführt werden. „Der neue Bahnsteig ist von zentraler Bedeutung, um den SPNV in unserer Region weiter zu stärken“, so der stellvertretende NVR-Verbandsvorsteher und Vorsitzender des EVS-Beirates, Tim Grüttemeier.

Verbesserung im grenzüberschreitenden Schienenverkehr

Bislang werden im Bahnhof Herzogenrath nur die Gleise eins bis drei sowie Gleis 55 für den Personenverkehr genutzt. Der Zugang zum neuen Bahnsteig wird über die teilweise zu reaktivierende Personenunterführung in Verlängerung des bisher von der Deutschen Bahn genutzten Teils erfolgen. „Hierbei haben wir darauf geachtet, dass ein barrierefreier Zugang ermöglicht wird“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek. „Nach Fertigstellung der Arbeiten wird der modernisierte Bahnhof zu einer Vielzahl von verkehrlichen Verbesserungen führen, die sich maßgeblich auf die Attraktivität des euregionalen Schienenverkehrs auswirken.“

Neben dem neuen Bahnsteig und der dazugehörigen Zuwegung wird es ergänzende Arbeiten geben. Unter anderem müssen Gleise neugebaut sowie die Signal- und Sicherungstechnik angepasst bzw. ebenfalls erneuert werden. Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der EVS, betont, dass die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste während der Bauarbeiten gering ausfallen werden: „Wir können die Logistik hauptsächlich über die Glasstraße abwickeln, so dass die bisher für den Personenverkehr genutzten Gleise nicht betroffen sein werden.“

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