Zehn Jahre lang wurde über das Gesetz gestritten, jetzt tritt es in Kraft: In öffentlichen Gebäuden und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist es ab sofort verboten, sein Gesicht zu verdecken. Damit sind beispielsweise auch das Tragen von Nikab oder Burka gemeint, wie unter anderem tagesschau.de berichtet. Wie die Kontrolle in der Praxis funktionieren soll, ist noch unklar.

Zu Gebäuden, in denen das Verbot gilt, gehören demnach etwa Rathäuser, Schulen, Ämter und Krankenhäuser. Betroffen sind laut Tagesschau zudem Busse, Züge, Straßenbahnen und Metros. Perdo Peters, Sprecher der ÖPNV-Mitarbeiter, habe aber beispielsweise bereits durchblicken lassen, dass er Kontrollen für schwierig hält. „Wir haben die Verpflichtung, Menschen, die bezahlt haben, zu transportieren. Wir haben aber gar nicht die Befugnis, jemanden aus der Bahn zu werfen, wenn die Person ihr Gesicht bedeckt“, wird er von tagesschau.de zitiert. Skeptisch stünden dem neuen Gesetz auch die Bürgermeister von Amsterdam, Rotterdam und Utrecht gegenüber. Kontrollen seien aus ihrer Sicht schlicht „nicht umsetzbar“. Zudem würden sich in den Niederlanden nur etwa 500 Menschen voll verschleiern – und das bei 17 Millionen Einwohnern.

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