Mit Beginn des neuen Semesters vergibt der Lehrstuhl Fontys Crossing Borders einen Award an drei Studentenunternehmen, die sich am besten auf die Besonderheiten der deutsch-niederländischen Grenzregion eingestellt haben. Im zweiten Studienjahr arbeiten acht bis zehn Studenten aus verschiedenen Studienrichtungen unter dem Dach der Fontys International Business School gemeinsam am Aufbau eines Unternehmens und der Entwicklung eines innovativen Produkts.

Das Projekt wurde unter dem Namen „Internationale Mini Company“ bekannt. Dabei denkt sich ein Studenten-Unternehmen ein Produkt aus, entwickelt es, verkauft Anteile, bringt es auf den Markt und versucht natürlich auch, Gewinne zu erzielen.

Das Projekt des zweiten Studienjahres, bei dem jedes Unternehmen von einem Fontys-Dozenten begleitet wird, gibt den Studenten die Möglichkeit, ihr Wissen in der Praxis anzuwenden und Kompetenzen zu entwickeln, die sie auf dem Arbeitsmarkt interessant machen. Jeder Student hat seine eigene Funktion innerhalb des Unternehmens – wie etwa Hauptgeschäftsführer, Kaufmännischer Geschäftsführer, Produktionsleiter oder Personalleiter. Neben den für das Studium interessanten Punkten können sich die Unternehmen auch dazu entscheiden, an einem Wettbewerb teilzunehmen.

So wird jedes Jahr ein Preis für das nachhaltigste Unternehmen und das Unternehmen, das aus PR-Sicht die beste Arbeit gemacht hat, verliehen. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld, das sie dazu einsetzen sollen, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln. Bereits in der Vergangenheit hat man bei der Fontys beobachten können, dass einige Unternehmen nach Abschluss des Studienjahres als offizielle Unternehmen durchgestartet sind – losgelöst von der Fontys International Business School.

Deutsch-niederländische Besonderheiten beachten
In diesem Studienjahr gibt es neben dem Nachhaltigkeits- und PR-Preis erstmals einen „Crossing Borders“-Preis, der vom Lehrstuhl Fontys Crossing Borders verliehen wird. „Als internationaler Campus ist es uns äußerst wichtig, dass die Studenten über die Grenze schauen. Gesellschaftliche Entwicklungen, unter anderem als Folge der Globalisierung, erfordern andere Kompetenzen eines Studenten als es vor wenigen Jahrzehnten noch der Fall war“, erklärt Dr. Mariska van der Giessen von Fontys Crossing Borders und fährt fort: „Den Standort des Fontys International Campus nahe der deutsch-niederländischen Grenze sehen wir als großen Mehrwert. Der Lehrstuhl fordert die Mini-Unternehmen heraus, sich so gut wie möglich auf die vorhandene Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden und auf die Besonderheiten dieser Grenzregion und die Chancen, die diese Region unseren Studenten bietet, einzustellen und diese zu beachten.“

Damit meint sie vor allem die Unterschiede in (Unternehmens-)Kultur, Sprache und Verkauf sowie die Beachtung europäischer Richtlinien. Zudem lässt sich auch die Frage beantworten, was den Mehrwert eines grenzüberschreitenden Unternehmens für die eigene Karriere darstellt.

Beratung und euregionale Aktivitäten
Das sind aber nur einige Fragen, die sich stellen, wenn die Studenten ein solches Projekt in Angriff nehmen. Zur Beantwortung können sie auch Beratungsgespräche mit dem Team des Lehrstuhls Fontys Crossing Borders führen. Zudem nützt es den Studenten, an euregionalen Aktivitäten teilzunehmen, die Fontys Crossing Borders monatlich organisiert. So erhalten sie viele Tipps zum grenzüberschreitenden Arbeiten, die sie nun auf ihr Unternehmen übertragen müssen.

Die Frage, warum Studenten sich für den Crossing Borders-Preis bewerben sollten, kann Dr. Mariska van der Giessen einfach beantworten: „Sie haben einen Vorsprung gegenüber anderen Studenten, die nicht auf die andere Seite der Grenze schauen und sich Wissen über sozialkulturelle, wirtschaftliche und eventuell verwaltungstechnische Aspekte des Nachbarlandes aneignen. Außerdem können sie interkulturelle Fähigkeiten erlernen sowie eine grenzüberschreitende und euregionale Haltung einnehmen – und am Ende möglicherweise den Fontys Crossing Borders Award gewinnen.“