Vom 24. bis 28. April findet die Hannover Messe 2017 statt. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche niederländische Unternehmen und Start-ups vertreten. Heute präsentieren wir Ihnen den zweiten Teil unserer kleinen Serie.

 

SenseAnywhere präsentiert innovative Datenlogger auf der Hannover Messe

Frisch auf den Tisch mit dem AiroSensor

Alle überwachten Daten werden zu einem AccessPoint gesendet. Foto: SenseAnywhere

Frisch auf den Tisch – für den Verbraucher ein entscheidendes Kriterium beim Kauf von Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch. Um dem Konsumenten den grenzenlosen Genuss zu ermöglichen, muss aber die Ware zuvor optimal gelagert und anschließend transportiert werden. Währenddessen ist die Kontrolle von Temperatur und Feuchtigkeit entscheidend. Hierfür entwickelte SenseAnywhere den AiroSensor, der die Qualität von Produkten sicherstellt. Das niederländische Start-up-Unternehmen präsentiert seine Ultra-Low-Power-Datenlogger auf dem niederländischen Start-up & Innovation Square der Hannover Messe.

SenseAnywhere führt eine neue Generation von Ultra-Low-Power-Datenloggern an, die drahtlos mit einer sicheren Cloud verbunden sind. „Unsere Datenlogger messen präzise Bewegung, Temperatur, Feuchtigkeit und CO2 und sind leicht zu installieren, zu nutzen und zu unterhalten“, erklärt Tom Heijnen, Mitbegründer und CEO des Unternehmens aus Oud Gastel. Die Datenlogger verfügen über eine Batterie mit einer Lebensdauer von zehn Jahren. „Das ist in der Datenlogging-Industrie einzigartig. Wir möchten allen zeigen, wie einfach es ist, die Bedingungen für Waren und Räume in allen Branchen zu registrieren und zu überwachen.“ Auf die wertvollen Dienste der Datenlogger vertrauen beispielsweise Apotheken, medizinische Transporte, die Landwirtschaft beim Monitoring von Gewächshäusern und Viehbestand, Laboratorien, Lagerhallen, die Ernährungsbranche und das Gesundheitswesen.

Produktqualität sichergestellt

Der AiroSensor ist ein robustes Instrument, das die Qualität und Sicherheit von Produkten sicherstellt, die unter bestimmten Bedingungen gelagert werden müssen. Alle überwachten Daten werden zu einem AccessPoint gesendet, der automatisch mit der Cloud kommuniziert. Mit dem Ergebnis, dass kein Papieraufwand anfällt – was wiederum eine große Zeitersparnis ermöglicht und das Risiko menschlicher Fehler verringert.
Wenn es während des Transports keinen Zugang zum Internet gibt, arbeitet der AiroSensor als Logger, der weiterhin alle relevanten Elemente misst. Das Gerät kann bis zu 15.000 Vorkommnisse speichern und verfügt über ein nahtloses Roaming. Der Datenlogger verbindet sich völlig selbstständig mit dem Internet: Sobald er einen Access Point erkennt, stellt er den Kontakt eigenständig her, ohne dass ein Mensch eingreifen müsste. Der Datenlogger beginnt sofort, alle gespeicherten Informationen zu übermitteln. Dabei kann er mit bis zu 600 Metern entfernten AccessPoints kommunizieren. Kommt es zu außergewöhnlichen Ereignissen, kann eine E-Mail oder SMS einen Alarm melden.

Ausgezeichnet
Im September 2015 platzierte sich SenseAnywhere als 21. in den Top 100 der innovativsten KMUs in den Niederlanden – gemäß der Niederländischen Handelskammer. Und SenseAnywhere schaffte es in die Top 3 beim Roosendaal Small Business Award 2015. Dieser Award geht an Unternehmer, die innovativ und nachhaltig arbeiten, neue Jobs anbieten und auf CSR (Corporate Social Responsibility) achten.
Perfekte Raumklimaüberwachung

Eine weitere bedeutende Entwicklung von SenseAnywhere ist der ClimateSensor. „Der ClimateSensor revolutioniert die Raumklimaüberwachung und -kontrolle, einschließlich Temperatur, Feuchtigkeit, CO2 und PIR-Sensoren in einem kompakten Gehäuse mit einer Batterie, die bis zu zehn Jahre arbeitet“, sagt CEO Tom Heijnen. Der ClimateSensor sei ein wichtiger Schritt beim Energiesparen und mache die Gebäude grüner. Sein PIR-Sensor zeigt an, ob ein Raum belegt ist. „Wenn nicht, kann die Energie für Ventilation, Heizung oder Kühlung heruntergefahren werden. Die übrigen Sensoren geben Auskunft darüber, ob zu heizen oder zu kühlen, zu lüften oder zu befeuchten oder zu entfeuchten ist, wenn Personen anwesend sind“, sagt Tom Heijnen. „Es wird keine Energie verschwendet und das Klima ist für seine Bewohner Tag für Tag optimiert.“

Mehrfach greift dabei das Easy-Konzept: leicht zu installieren, leicht anzuwenden und leicht zu unterhalten. Das ermöglicht einen schnellen Roll-out in bestehenden Gebäuden sowie Neubauten. Durch einen API-Sensor können Daten und Ereignisse problemlos an die Dritt-Steuerungssoftware gekoppelt werden.

Der ClimateSensor revolutioniert die Raumklimaüberwachung und -kontrolle. Foto: SenseAnywhere

Vertriebspartner in Deutschland

Die Produkte und Services von SenseAnywhere werden von Kunden geschätzt und weltweit über Partner vertrieben. Die meisten Verkäufe erzielt das Unternehmen in den Niederlanden, in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Portugal und in der Schweiz. Seit Sommer 2016 hat SenseAnywhere zwei Vertriebspartner in Deutschland. „Wir streben nach mehr Markenbekanntheit und nach einer Umsatzsteigerung in ganz Europa, einschließlich Deutschland“, sagt CEO Tom Heijnen.

Keine Frage, die Perspektive ist vielversprechend: Weil das Wachstum stabil ist, erwartet SenseAnywhere einen Umzug an einen größeren Standort innerhalb etwa eines Jahres. Das große Marktpotenzial des „Internet der Dinge/Industrie 4.0“ gilt es zu nutzen.

Neuer Datenlogger

Das 2009 von erfahrenen RF-Ingenieuren und Produktstrategen gegründete Unternehmen, das derzeit sechs Mitarbeiter zählt und seinen Umsatz von 2015 auf 2016 um über hundert Prozent steigern konnte, plant weitere Innovationen: Momentan entwickelt SenseAnywhere einen Datenlogger mit externer PT100 Sonde, um die Nachfrage für das Messen von ultraniedrigen oder hohen Temperaturen zwischen -200 und +600 Grad Celsius zu erfüllen.

 

Unsere Serie

Teil 1: Blue Engineering sieht für EMPF-Technologie grenzenlose Möglichkeiten

Teil 2: SenseAnywhere präsentiert innovative Datenlogger auf der Hannover Messe