Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Klimafolgenanpassung

Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Klimafolgenanpassung
Foto: EUREGIO

Über die Grenze hin weg gemeinsam die Folgen des Klimawandels angehen: Das ist die Botschaft der Absichtserklärung Grenzüberschreitende Klimafolgenanpassung. Sie wurde kürzlich von den deutschen Landräten und den niederländischen dijkgraven unterzeichnet. Initiiert wurde die Absichtserklärung durch die Grenzüberschreitende Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW), die sich seit 2012 für die regionale Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft einsetzt.

Die Spitzen der deutschen Kreise Borken, Steinfurt und Landkreis Grafschaft Bentheim und den niederländischen Wasserbehörden Waterschap Vechtstromen, Rijn en IJssel, Drents Overijsselse Delta haben sich zu einer Videokonferenz getroffen, um die Absichtserklärung Grenzüberschreitende Klimafolgenanpassung zu unterzeichnen. Damit möchten sie den gemeinsamen Willen zur Zusammenarbeit bei diesem Thema bekräftigen. Klimafolgenanpassung umfasst verschiedenste Aspekte wie Dürre, Hitze, Starkregen und Hochwassersicherheit. Diese spielen in der Wasserwirtschaft bereits lange eine zentrale Rolle, die künftig noch größer werden wird.

Getreu dem Motto „Im Alleingang ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter“ haben die drei deutschen Kreise und die drei niederländischen Wasserverbände sich zusammengeschlossen. Gemeinsam möchten sie diese historische Aufgabe angehen. Dabei ist es die erklärte Absicht, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Erste Pläne für konkrete Umsetzungsprojekte in den kommenden Jahren werden bereits geschmiedet. Die unterzeichnenden Partner, mit Ausnahme der Waterschap Drents Overijsselse Delta, sind alle Partner der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW). Damit verfügen sie über eine fast zehnjährige Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei wasserwirtschaftlichen Fragen. Die Teilnehmer der Videokonferenz sind der Auffassung, dass sich dabei das Konzept der inhaltlichen Zusammenarbeit der einzelnen Behörden unter Beteiligung eines deutsch-niederländischen Koordinierungsbüros mit Sitz in Gronau bewährt.

Herausforderungen durch trockene Sommer

Die trockenen, heißen Sommer der vergangenen Jahre haben in Deutschland und den Niederlanden die Wasserbehörden vor große Herausforderungen gestellt. Im Arbeitsgebiet der Grenzüberschreitenden Plattform für Regionale Wasserwirtschaft (GPRW) sind der Klimawandel und seine Folgen bereits spür- und messbar. Vor diesem Hintergrund hat die GPRW im November 2019 bereits eine Regionalkonferenz veranstaltet. Im Anschluss an diese gut besuchte Veranstaltung entstand der Wunsch, die gemeinsamen Bemühungen im Bereich Klimafolgenanpassung schriftlich festzuhalten. Damit soll dem Thema noch mehr Gewicht verliehen werden.

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