GrenzInfoPunkt Rhein-Waal berät Selbstständige zu Corona-Hilfen

GrenzInfoPunkt Rhein-Waal berät Selbstständige zu Corona-Hilfen
Carola Schroer (l.) und Antonia Cornelißen vom GrenzInfoPunkt Rhein-Waal beraten Grenzpendler nun auch online. Foto: GrenzInfoPunkt Rhein-Waal

In Deutschland wohnen und in den Niederlanden arbeiten – das ist für viele Menschen in der Grenzregion Alltag. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie dürfen sie jederzeit die Grenze überqueren, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Gleiches gilt für Selbstständige und Kleinunternehmer, die diesseits der Grenze wohnen und jenseits der Grenze ihren Firmensitz haben. Bei ihnen tritt jedoch ein großes Problem zutage, bei dem ihnen der GrenzInfoPunkt der Euregio Rhein-Waal in Kleve beratend zur Seite steht. Auch alle anderen Grenzpendlern können sich mit ihren Fragen an ihn wenden – jetzt auch im Rahmen von Online-Beratungen.

Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres sind es vor allem die Selbstständigen und Kleinunternehmer, die zunehmend in Existenznot geraten und dringend auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Doch es gibt ein entscheidendes Problem: Sowohl Deutschland als auch die Niederlande schließen sie oftmals von staatlichen Hilfen aus. Schon bei den ersten Hilfspaketen fiel dem GrenzInfoPunkt Rhein-Waal auf, dass Kleinunternehmer mit Wohnsitz in Deutschland und Firmensitz in den Niederlanden durchs Raster fallen. Trotz mehrerer gemeinsamer Schreiben der Euregio Rhein-Waal und ihren vier Partner-Euregios entlang der deutsch-niederländischen Grenze von Emden bis Aachen gibt es bisher keine Anpassungen. Die zuständigen Ministerien haben ihre Regelungen zu den Überbrückungsgeldern für Selbstständige unverändert gelassen.

Inzwischen kommt es sogar vermehrt zu Rückforderungen von vermeintlich unrechtmäßig beantragten staatlichen Hilfen. Wer in Deutschland wohnt und in den Niederlanden selbstständig sein Geld verdient, sollte sich vor einer Beantragung von Hilfen beim GrenzInfoPunkt Rhein-Waal kostenlos beraten lassen. Wurden Gelder aufgrund falscher Anträge rechtswidrig ausgezahlt, könnte das unter Umständen juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Zudem könnten sich die Vorbedingungen kurzfristig ändern.

Wer sich vom GrenzInfoPunkt Rhein-Waal kostenlos beraten lassen möchte, kann sich telefonisch unter 02821/793079 melden oder eine Anfrage über die Website (www.grenzinfo.eu/erw/anfrage) stellen.

Online-Beratungen für Grenzpendler

Auch bei vielen anderen Fragen ist der GrenzInfoPunkt Rhein-Waal erster Ansprechpartner: Welche Folgen hat eine Beschäftigung in den Niederlanden für einen persönlich und für die Familie? Wie sieht es in Hinblick auf Krankenversicherung, Kindergeld und Rente aus? Diese und weitere Fragen stellen sich viele Arbeitnehmer, die sich für einen Job in den Niederlanden interessieren. Dazu kommen Unklarheiten, welche Steuern anfallen und welche Besonderheiten ein Umzug auf die andere Seite der Grenze mit sich bringt. Die Experten des GrenzInfoPunkts Rhein-Waal beraten aktuelle und künftige Grenzpendler zu diesen und weiteren Themen.

Aufgrund der Corona-Pandemie können derzeit keine persönlichen Vor-Ort-Beratungen stattfinden. In den vergangenen Monaten haben die Berater daher zahllose telefonische Gespräche geführt. „In den meisten Fällen funktioniert das sehr gut und wir können bei allen Fragen weiterhelfen “, erklärt Carola Schroer vom GrenzInfoPunkt Rhein-Waal. Jedoch gebe es auch umfangreichere Beratungen, die nicht nur ihre, sondern auch die Expertise der Fachleute für Jobsuche, Kranken- Renten- und Sozialversicherung aus beiden Ländern erfordere. „Für diese Fälle bieten wir ab sofort regelmäßige Online-Beratungstermine an“, so Schroer. „Das ist eine ideale Möglichkeit für Grenzpendler, ihre persönliche Situation hinsichtlich Steuern, Sozialversicherung und Rente einschätzen zu lassen.“ Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an ehemalige und künftige Grenzarbeiter. Die ersten Online-Beratungen finden am Dienstag, 26. Januar, zwischen 9 und 13 Uhr statt. Interessenten können vorab telefonisch einen Termin unter 02821/793070 vereinbaren.

Neben Carola Schroer führt ihre Kollegin Antonia Cornelißen die Beratungen durch. Unterstützung erhalten beide von Nadine Sommer vom SVB/BDZ Kenniscentrum Sociale Zekerheid Nederland-Duitsland, einem Informationszentrum für soziale Sicherheit in den Niederlanden.

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