Die EU-Parlamentarier Sven Schulze und Jeroen Lenaers haben den GrenzInfoPunkt (GIP) der euregio rhein-maas-nord in Mönchengladbach sowie das Maastricht International Center (MIC) der Euregio Maas-Rhein besucht. Anlass für den Besuch war, die hohe Bedeutung guter Zusammenarbeit in der deutsch-niederländischen Grenzregion sowie die Erfordernisse verlässlicher Informationsbeschaffung für Expats und Grenzarbeiter zu besprechen. Während ihres Besuchs in Mönchengladbach führten die EU-Parlamentarier ein ausführliches Gespräch mit Studierenden verschiedener grenznaher Hochschulen und Universitäten, um so die aktuellen Erwartungen junger Menschen an Europa und die für sie wichtigsten Themen zu erfahren.

Beide Herren setzen sich selbst für die Verringerung von Grenzbarrieren in der Grenzregion ein. Jeroen Lenaers sagte dazu: „GrenzInfoPunkte sind der am besten geeigneten Partner für die Bereitstellung von Informationen auf regionaler und lokaler Ebene. Gerade weil sie über das Wissen zu bestimmten Themen verfügen, das Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt weiterhelfen kann.“ Sven Schulze ergänzte, es sei „sehr schön zu sehen, dass die GrenzInfoPunkte zusammen mit anderen regionalen Partnern versuchen, die grenzüberschreitende Mobilität in der Region zu fördern“.

Über den kürzlich von CDA-Europaparlamentarier Jeroen Lenaers veröffentlichten Bericht zur Gründung einer Europäischen Arbeitsbehörde hat die Kommission für Beschäftigung, Soziales und Integration bereits positiv abgestimmt. Eine europäische Arbeitsbehörde müsse den Arbeitsmarkt gerechter machen. „Das ist dringend nötig”, so Jeroen Lenaers. In den vergangenen zehn Jahren habe sich der Anteil ‚mobiler Arbeitnehmer‘ verdoppelt: Ungefähr 17 Millionen Menschen arbeiten momentan nicht in dem Land, in dem sie wohnen oder aus dem sie ursprünglich kommen und es werden zukünftig immer mehr werden. „Die Versorgung mit Informationen ist wichtig, um die Bürger über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären“, erklärte er. „In den Niederlanden und Deutschland ist dieses Wissen bereits in hohem Maße durch die GrenzInfoPunkte gesichert“, so Jeroen Lenaers.

Vor- und Nachteile akzeptieren

CDU-Europarlamentarier Sven Schulze ist am Änderungsvorschlag zur Europäischen Verordnung für Soziale Sicherheit (Vo. 883/2004) beteiligt: Ein wichtiges Dossier, das Änderungswünsche für beispielsweise die Ausbezahlung von Arbeitslosen- und Kindergeld einbringt – Themen, die besonders für die Grenzregionen von großer Bedeutung sind. Eine gute Koordination der Gesetzgebung innerhalb Europas ist unabdingbar. „Wer auf der anderen Seite der Grenze arbeiten will, darf nicht zwischen die Stühle geraten, doch auch Missbrauch muss vermieden werden.“, so Sven Schulze.

Europa muss die Meinungen von 28 Mitgliedsstaaten berücksichtigen. Dadurch ist es nicht immer einfach, die ideale Lösung zu finden. Wer grenzüberschreitend aktiv wird, muss sowohl Vor- als auch Nachteile akzeptieren. „Mit einer guten Beratung sollte jedem Bürger geholfen sein”, fasst Schulze zusammen. „Ich bin sehr glücklich über die GrenzInfoPunkte an der deutsch-niederländischen Grenze.“ Sie machen für die Bürger den entscheidenden Unterschied.

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