Das niederländische Rentensystem genießt weltweit einen guten Ruf. Im Interview mit der „WirtschaftsWoche“ erklärt Gerard Riemen, Chef des Verbandes der Pensionsfonds der Niederlande, warum es dennoch nicht für Deutschland kopiert werden kann. Gleichzeitig könnten einzelne Bestandteile trotzdem als Vorbild genommen werden.

Viele Elemente des niederländischen Rentensystems seien „historisch und kulturell gewachsen“, so Riemen. Das gelte vor allem für die Kombination aus zwei Säulen – der Grundrente und der Betriebsrente. Auffallend hoch ist der Satz der gesetzlichen Rente, der 70 Prozent des Mindestlohns für Singles beträgt, wie die WirtschaftsWoche meldet. Laut Gerard Riemen sei allen Niederländern bewusst, dass der Betrag der Grundrente sehr hoch ist. „niemand spricht über den Betrag. Wenn du die Grundrente in Frage stellst, ist das dein politisches Todesurteil“, wird er zitiert. Trotzdem sei diese erste Säule auch eine Option für das deutsche System.

Im Interview mit der WirtschaftsWoche spricht Gerard Riemen zudem über die Vor- und Nachteile, die die Betriebsrente mit sich bringt. Während die niederländischen Rentner auf der einen Seite von der sogenannten Risikoteilung profitieren, könne diese zweite Säule dennoch Schwankungen unterliegen.

Hier geht es zum Interview mit Gerard Riemen in der WirtschaftsWoche.