Oranje im Mönchengladbacher Borussia-Park: Kontakte knüpfen und Kooperationen fördern – darum ging es beim siebten Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforum, zu dem die IHK Mittlerer Niederrhein gemeinsam mit Partnern eingeladen hatte. Mehr als 800 Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden nutzten die Chance, potenzielle Geschäftspartner kennenzulernen und Marktchancen auszuloten. Damit ist dieses Forum die größte grenzüberschreitende Netzwerkveranstaltung dieser Art am Niederrhein.

AHA24x7.com nahm viele interessante Statements auf.

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„Wir pflegen eine ganz besondere Beziehung zu unserem Nachbarn Niederlande“, sagte Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein. „Für gut die Hälfte der außenwirtschaftlich engagierten Unternehmen am Niederrhein sind die Niederlande der wichtigste Handelspartner.“ Die Umfrageergebnisse, so Schmidt, untermauerten aber auch die Bedeutung des EU-Binnenmarktes. „Unter den 20 wichtigsten Absatzmärkten befinden sich mit China und den USA nur zwei nichteuropäische Länder“, erklärte Schmidt und appellierte: „Angesichts des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU tun wir gut daran, uns die Vorteile eines integrierten europäischen Marktes vor Augen zu führen.“ Die vier Grundfreiheiten des Binnenmarktes – freier Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital – gehörten untrennbar zusammen.

Dr. Günther von Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW, hob den Stellenwert der Niederlande für Nordrhein-Westfalen hervor: „Das Handelsvolumen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden beträgt rund 55 Milliarden Euro – eine gewaltige Summe.“ Twan Beurskens, Regionalminister für Wirtschaft und Innovation der Provinz Limburg, lobte die traditionell gute Zusammenarbeit und enge Verflechtung zwischen Limburg und dem Niederrhein. „Gute Beziehungen müssen gepflegt werden. Dazu trägt dieses Forum bei“, ergänzte Hans van den Heuvel, Konsul des Königreichs der Niederlande.

Nach der Begrüßung durch Schmidt, van den Heuvel, Beurskens, von Horzetzky und Jaap Docter, Direktor der Kamer van Koophandel Nederland, wurden verschiedene Workshops durchgeführt. Sie boten den Teilnehmern des Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforums wertvolle Informationen über die besonderen Marktbedingungen des jeweiligen Nachbarlandes. „Basisinformationen: Geschäfte machen in Deutschland“, „Limburg Crossing Borders“ und „Markteintritt Deutschland/Niederlande“ lauteten unter anderem die Themen.

Beim Firmen-Matching konnten sich die Teilnehmer näher kennenlernen.

Beim Firmen-Matching konnten sich die Teilnehmer näher kennenlernen. Foto: IHK

Ein Firmen-Matching für persönliche Gespräche mit möglichen Geschäftspartnern und mehr als 60 Aussteller rundeten das Angebot ab. Die achte Auflage des Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforums für das kommende Jahr wird bereits vorbereitet.

Das Deutsch-Niederländische Wirtschaftsforum wird von der IHK Mittlerer Niederrhein, der IHK Aachen, der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg, der Kamer van Koophandel Nederland, der Standort Niederrhein GmbH, der NRW.International GmbH, der Deutsch-Niederländischen Handelskammer und den Vertretungen des Königreichs der Niederlande organisiert.