Um den gemeinsamen Arbeits- und Ausbildungsmarkt noch besser zu erschließen, hat die Bundesagentur für Arbeit Nordrhein-Westfalen in 2016 einen Kooperationsvertrag mit elf Arbeitsmarkt-Institutionen aus den Nachbarländern Niederlande und Belgien verlängert. Die Europäische Union fördert diese Zusammenarbeit. Auf lokaler Ebene existiert seit 2014 eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit Krefeld und der niederländischen Arbeitsverwaltung UWV Noord- en Midden-Limburg.

Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, beschreibt die Intention der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen über Grenzen sprechen und diese eine vermeintlich höhere Bedeutung gewinnen, unterstützen die Arbeitsagenturen den europäischen Ausgleich durch eine Vielzahl an Projekten und Aktivitäten. Arbeit ist ein wesentlicher Teil eines selbstbestimmten Lebens. Ich freue mich, dass wir mit dem Projekt der grenzüberschreitenden Vermittlung konkret Menschen helfen und in Arbeit vermitteln können.“

Das Projekt „Grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung“ der Agentur für Arbeit Krefeld wird in Kooperation mit der UWV Noord- en Midden-Limburg durchgeführt. Von Viersen und Nettetal aus betreut das 5-köpfige Team sowohl niederländische, wie auch deutsche Kunden aus der Region, die Interesse an einer Tätigkeit im jeweiligen Nachbarland haben. Ziel des Projektes „Grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung“ ist die quantitative sowie qualitative Ausweitung des Dienstleistungsangebotes der Bundesagentur für Arbeit, um im Grenzgebiet bestmöglich auf die Arbeitsmarktdynamiken zu reagieren. Durch die grenzüberschreitende Vermittlungsoffensive werden sowohl bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Bewerber als auch zusätzliche Rekrutierungsmöglichkeiten für Arbeitgeber aus beiden Ländern geschaffen.

„Beide Länder profitieren“

Dass der hiesige Arbeitsmarkt nicht an der Grenze zu den Niederlanden endet, ist für Dirk Strangfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld, ein wichtiger Punkt: „Gerade in einer Grenzregion wie der unseren ist der Ausgleich auch auf dem Arbeitsmarkt ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor, von dem beide Länder profitieren. Die enge Zusammenarbeit mit der niederländischen Arbeitsverwaltung und unser Serviceangebot für Grenzpendler stärken diese Entwicklung. Wir bringen konkret Arbeitgeber und Arbeitnehmer dies- und jenseits der Grenzen zusammen.“

Auch Don Thijssen von der UWV Noord- en Midden-Limburg, hebt die Zusammenarbeit der Arbeitsverwaltungen heraus: „Wichtig sind Transparenz und Information. Es gilt, gemeinsame Ressourcen einzusetzen, um den Abbau von Hürden voranzutreiben und den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften über die deutsch-niederländische Grenze zu intensivieren“.

Es gibt viele Gründe, die das Arbeiten in den Niederlanden attraktiv machen. Der erste, im wahrsten Wortsinn „erfahrbare“ Vorteil für Pendler aus der Region sind die vergleichsweise kurzen Fahrzeiten. Löhne und Gehälter liegen gleichauf, wobei Deutsche in den Niederlanden von der geringeren Abgabenlast profitieren. Im Klartext heißt das: Es gibt mehr Netto vom Brutto.

Eine große Chance für viele Arbeitsuchende ist die Tatsache, dass in den Niederlanden sogenannten „Softskills“ mehr Bedeutung beigemessen wird als tadellosen Biographien, Zeugnissen oder Diplomen. Hier kann man mit Persönlichkeit und Motivation punkten.

 

Kontakt für interessierte Arbeitnehmer:

Stefanie Ferber, Agentur für Arbeit Krefeld – Geschäftsstelle Nettetal,
Telefon: 02153-918731, Stefanie.Ferber@arbeitsagentur.de

Kontakt für interessierte Arbeitgeber:

Diana Antwerpes, Agentur für Arbeit Krefeld – Geschäftsstelle Nettetal,
Telefon: 02153-918730, Diana.Antwerpes@arbeitsagentur.de