Roland Icking zeigt mit seiner Fotoserie FACadE Bauernhöfe zusammen mit den dort lebenden Menschen und Tieren – und das auf beiden Seiten der Grenze. Die Fassaden der fotografierten Gehöfte erscheinen ihm als abstrakte Gesichter. Der Fotograf entdeckt auf diese Weise das Deutsch-Niederländische Grenzgebiet zwischen Achterhoek und Kreis Borken neu und stößt dabei auf grenzüberschreitende Gemeinsamkeiten.

Seit 2013 ist Roland Icking mit diesem besonderen Projekt tätig, wofür er immer wieder in den Achterhoek und ins Münsterland zurückkehrt, um neue „Ansichten“ hinzuzufügen. Am Beginn von FACadE stand die Idee, eine reine fotografische Dokumentation der Bauernhöfe-Architektur zu machen. Doch bald lichtete Icking auch Menschen vor den Gehöften ab. Roland Icking: „Ein weiterer Schritt war, dass ich digitalen Möglichkeiten Raum gab. Ich versuchte, die Bauernhöfe als Ganzes einzufangen und bat die Menschen, eine Handlung zu vollziehen oder miteinander oder mit den Tieren zu agieren, um auf diese Weise eine kleine Geschichte zu erzählen.“

Diese Geschichten, die Icking mit seinen Bildern von Bauernhöfen und deren Menschen und Tieren ins Zentrum rückt, erinnern an Kinderzeichnungen: Haus, Mutter, Vater, Kind, Hund, Auto, Bäume, Wolken und eine lachende Sonne. Es sind Bilder, die Ausschnitte aus der Wirklichkeit kommen und ebenso Abbildungen der Fantasie des Künstlers sind – zugleich jedoch sind es Erzählungen, die bei jedem Betrachter eigene Imaginationen generiert.

Die Eröffnung der Ausstellung findet in Anwesenheit des Künstlers am 4. März um 15 Uhr im GrenzBlickAtelier am Hahnenpatt 15a in Bocholt-Suderwick statt.

X